Sobotzik-Nachfolger: Hildebrandt neuer CFC-Geschäftsführer

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Eine Woche nach dem Rücktritt von Thomas Sobotzik hat der Chemnitzer FC mit Uwe Hildebrandt einen neuen Geschäftsführer vorgestellt – das gab der Klub am Donnerstag offiziell bekannt. Derweil scheint ein früheres Ende der Insolvenz möglich.

Hildebrandt bereits Gesellschafter

Ein Unbekannter ist der 48-Jährige beim CFC nicht, fungiert er seit 2018 doch bereits als Gesellschafter der CFC Fußball GmbH. Zudem war er von 1983 bis 1987 als Jugendspieler bei den Himmelblauen tätig. Zuletzt leitete der Olbernhauer eine Ladenbaufirma. In der Geschäftsführung der CFC Fußball GmbH soll Hildebrandt überwiegend organisatorische Aufgaben übernehmen, auf der sportlichen Seite erhält er Unterstützung von Chefscout Kevin Meinhardt.

"Die Aufgaben, die vor uns liegen sind vielfältig", betont der 48-Jährige in einer Mitteilung. "Zum einen müssen wir die gute Arbeit innerhalb der Geschäftsstelle aufrechterhalten. Zum anderen wird es wichtig sein, wieder eine Einheit zwischen Verein, Fans und Gesellschaftern herzustellen. Dafür werde ich mit meinen Mitstreitern viele Gespräche führen. Es geht nur, wenn wir miteinander reden."

Ausüben will der 48-Jährige den ehrenamtlichen Posten so lange, bis die Gremien des Vereins neu besetzt sind. Dafür müsste das Amtsgericht zunächst einen neuen Notvorstand berufen, der anschließend eine Mitgliederversammlung organisiert. Auf dieser müsste ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden, der dann einen neuen Vorstand bestellt. Zuletzt war die Wahl eines neuen Aufsichtsrates gescheitert.

Früheres Ende der Insolvenz?

Bei den Himmelblauen tritt Hildebrandt die Nachfolge von Thomas Sobotzik an, der am Mittwoch der vergangenen Woche zurückgetreten war. Sobotzik begründete diesen Schritt mit Anfeindungen, Beschimpfungen und Drohungen von Teilen der Fanszene. "Mir kam blanker Hasse entgegen", schrieb er in einer Erklärung.

Indes scheint ein früheres Ende der Insolvenz möglich. Wie die "Bild" weiter berichtet, wollen die Gesellschafter mit Insolvenzverwalter Klaus Siemon bis zum Jahresende ein Konzept erarbeiten, wonach sie die verbleibenden Anteile an der GmbH von rund 38 Prozent erwerben. Über den Verkauf weiterer Anteile könnte Siemon die Gläubiger bezahlen und das Insolvenzverfahren damit vorzeitig beenden.

Trainersuche: Auch Drube ein Kandidat

Die Suche nach einem neuen Cheftrainer geht unterdessen weiter. Neben Tomislav Stipić, der zuletzt für 34 Tage beim Schweizer Erstliga-Absteiger Grasshopper Club Zürich auf der Bank saß, soll auch Nils Drube ein Kandidat sein. Nach "Bild"-Angaben soll sich der 41-Jährige bei den Verantwortlichen bereits vorgestellt. Drube stand in der vergangenen Saison bei den Sportfreunden Lotte an der Seitenlinie, ehe er nach 35 Punkten aus 27 Spielen im April gehen musste. Zuvor war Drube Scout und Jugendtrainer bei Bayer Leverkusen, zudem arbeitete er unter Pavel Dotchev als Co-Trainer beim SC Preußen Münster.

Bis zum Wochenende soll der Nachfolger von David Bergner gefunden sein, beim Auswärtsspiel in Unterhaching (Montag, 19 Uhr) wird aber Co-Trainer Sreto Ristic auf der Bank sitzen. "Ich stelle mich dieser Aufgabe – aus Respekt gegenüber der Mannschaft, den Fans, der Stadt, dem gesamten Umfeld. Ich bin jetzt derjenige, der Sachen entscheiden muss. Das werde ich auch tun", wird der 43-Jährige bei "Tag24" zitiert.

   
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