"Bemerkenswertes" Spitzenspiel: Steffen-Elf hat nichts zu fürchten

Topspiel an der Kaiserlinde! Die SV Elversberg trifft als erster Verfolger auf den TSV 1860 München. Für Cheftrainer Horst Steffen und seine Mannschaft wird das am Samstag (14 Uhr) ein Fußball-Fest. Zurecht, denn zuletzt blieben die Saarländer wieder zwei Spiele ohne Gegentor – nur der Offensivmotor stockt etwas.

"Haben wir uns erarbeitet"

Bei der Sportvereinigung aus der saarländischen Gemeinde Spiesen-Elversberg hat sich in den vergangenen Wochen viel verändert. Vom ambitionierten Regionalliga-Team hat sich die Steffen-Elf innerhalb kürzester Zeit zur Überraschungsmannschaft der 3. Liga entwickelt. Deswegen kommt es nun zum Duell zwischen dem Tabellenführer aus München und seinem ersten Verfolger – der SVE. "Ich glaube nicht, dass viele gedacht hätte, dass es zwischen uns zum Top-Spiel kommt. Aber wir haben uns das durch Leistung auf dem Platz und die Ergebnisse erarbeitet", zeigte sich Robin Fellhauer in der Pressekonferenz am Freitag stolz. Und mutig: "Wir wollen das jetzt auch gewinnen."

Die Mannschaft von der Kaiserlinde hat nichts zu fürchten. Mit 16 Punkten aus sieben Spielen und 17:7 Toren ist die SVE der beste Aufsteiger der Drittliga-Geschichte. Trainer Horst Steffen ist begeistert. "Die Konstellation, dass wir gegen 1860 spielen dürfen, ist toll. Dass es ein Spitzenspiel ist, ist bemerkenswert", lobte der 53-Jährige seine Mannschaft. Dass der jüngste Erfolg zugleich die Erwartungen wachsen lässt, ist auch in Elversberg normal. Das torlose Remis in Meppen hat nicht jedem Fan gefallen – doch Steffen erinnerte: "Ich feiere auch einen Punkt in Meppen. Jedes Spiel in der 3. Liga ist für uns etwas besonderes."

Steffen-Elf braucht den Spirit

Abgesehen von Carlo Sickinger (Kreuzbandanriss) und Patryk Dragon (Knieverletzung) werden dem Übungsleiter alle Spieler zur Verfügung stehen. Wie sich die Elf auf dem Rasen gestalten wird, lässt Steffen aber noch offen. "Es ist relativ egal, in welcher Formation wir auf dem Platz stehen. Der Spirit muss da sein, dann wird es ein richtig hartes Duell sein", versprach der 53-jährige Krefelder zuversichtlich – und forderte damit gleichzeitig seine Mannschaft. "Ich habe die Erwartung, dass wir eine Bestleistung auf den Platz bringen."

Das gilt auch wieder für die Offensive der Elversberger. Defensiv zeigte sich der Aufsteiger zuletzt sehr gefestigt, obwohl drei Innenverteidiger im Aufgebot des Coaches fehlten. Der zweitbeste Sturm der Liga (17 Tore) soll nun aber möglichst wieder gegen 1860 nachlegen – und zwar gegen den besten Drittliga-Angriff (18 Tore). Dann könnte Steffen, der die Liga in aller Bescheidenheit annimmt, auch andere Ziele setzen: "Das erste Ziel ist, dass wir 45 Punkte und den Klassenerhalt holen. Aber ein Ziel ist auch, dass wir versuchen, jetzt so lange wie möglich da oben bleiben." Und klar ist: Schon bei einem knappen Sieg winkt der SVE zumindest die geteilte Tabellenführung.

 
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