Bei Klassenerhalt: Harter Sparkurs bei der Eintracht

Eintracht Braunschweig geht mit einem Sparkurs in die nächste Saison. Sollte dem Zweitliga-Absteiger der Klassenerhalt gelingen, müssen mehrere Mitarbeiter den Verein verlassen – das berichtet die "Braunschweiger Zeitung". Die Kalkulation unter den bisherigen Umständen ließ nur ein Drittliga-Jahr zu, nun folgen die zu befürchtenden Einschnitte.

Verlust von fünf bis sechs Millionen

Die U23-Mannschaft des BTSV hat es in Form einer Abmeldung zum Saisonende bereits entwischt, nun stehen bei den Löwen weitere Einsparungsmaßnahmen an. Um fast alle Mitarbeiter in der Geschäftsstelle und im Nachwuchsleistungszentrum zu halten, waren die Verantwortlichen nach Angaben der Zeitung dazu bereit, in diesem Jahr einen Verlust in Höhe von wohl fünf bis sechs Millionen Euro zu riskieren – unter der Prämisse, dass man den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga schafft.

Da dies bekanntermaßen nicht gelingen wird, müssen die Löwen nun jeden Cent umdrehen. Im Nachwuchsleistungszentrum werden weitere Stellen gestrichen, was nach dem Aus der U23 bereits den zweiten gravierende Einschnitt in die Jugendarbeit des BTSV bedeutet. Wie Eintracht-Geschäftsführer Olaf Podschadli gegenüber der "Braunschweiger Zeitung" ankündigt, wird es zudem einen Personalabbau in der Geschäftsstelle geben – anders sei kein weiteres Jahr Drittliga-Fußball finanzierbar.

Fan-Shop in der Stadt schließt

Besonders Mitarbeiter mit befristeten Verträgen seien vom Abbau bedroht, die anstehenden Gespräche habe Podschadli bereits geführt. Auch eine einstellige Anzahl von festen Mitarbeitern müsse gestrichen werden. "Es ist keine große Freude so etwas zu tun und wir haben uns diese Entscheidungen wahrlich nicht leicht gemacht. Ich weiß aber, dass es dazu keine Alternative gibt", so Podschadli. Trotzdem sei gerade dies besonders schmerzhaft, "weil hier viele Mitarbeiter über Jahre sehr gute Arbeit geleistet haben."

Zudem wird es auch für Fans zukünftig Einschnitte geben: Aufgrund des Sparkurses habe sich der Verein dazu entschlossen, den Fan-Shop in der Innenstadt zu schließen. Mit dieser Maßnahme können die Blau-Gelben wohl eine niedrige sechsstellige Summe einsparen. "Das ist alles schmerzhaft, aber nötig, wenn wir Eintracht langfristig auf eine gesunde Basis stellen wollen", stellt der Eintracht-Geschäftsführer klar.

Erhebliche Einschnitte in der Profi-Mannschaft sollen nach Möglichkeit vermieden werden, um in der kommenden Saison erneut eine konkurrenzfähige Mannschaft auf den Platz zu bringen. "Dank unserer Partner und Sponsoren hätten wir auch im nächsten Jahr einen Spieleretat im oberen Drittel der Liga", berichtet Podschadli. Dazu muss den Braunschweigern allerdings zuvor der sportliche Klassenerhalt gelingen. Mit 25 Punkten aus den letzten zw

   
  • Löwe 67

    Ist der Autor mitten im Artikel verstorben oder warum hört der so abrupt auf?

    • Doppelherz

      Wahrscheinlich hört er so spontan auf, um deutlich zu machen, wie schnell und plötzlich es mit dem Verein zu Ende gehen kann…
      Gestern noch gegen Wolfsburg, morgen schon mit der Regio nach Braunlage…

  • Sterneneisen

    Ich hab es vor Monaten gesagt, dass es so kommen wird. Diesmal gibt es wohl keine Beschwichtigungen, sondern großes Schweigen. Auf Pump wieder einmal ne Menge erkauft… und dann fehlt der nötige (Wieder-)Aufstieg.

    • Wolfgang Kiaulehn

      Also, wenn man so etwas liest, dann kann man nur noch ungläubig mit dem Kopf schütteln. Jeder Hauptschüler hat spätestens nach derhalben Hinrunde gewusst, wo das Ganze endet. Dazu braucht man noch nicht einmal Kenntnisse im Dreisatz. Mitarbeiter des Vereins haben es auch schon lange gewusst, waren aber zum Schweigen vergattert.
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