Alles, was ihr zum 21. Spieltag wissen müsst

Die nächste Englische Woche ist angebrochen! Davon hatten wir in dieser Saison schon so manche, und im April wird zumindest noch eine weitere folgen. Gerade die Klubs, die zuletzt bereits unter der Woche in Nachholspielen gefordert waren, müssen jetzt auf die Zähne beißen. Wer schlägt sich trotz der hohen Belastungen am Besten? Hier ist unsere Spieltagsvorschau.

Der Spieltag

 

Die Ausgangslage

Mit einem spektakulären 4:3-Sieg gegen den FCK, der nach zwei gedrehten Rückständen von einer beeindruckenden Einstellung zeugte, hat sich Dynamo Dresden den ersten Platz gesichert: Ingolstadt konnte aufgrund einer Absage nicht kontern, 1860 spielte "nur" 1:1 gegen Meppen. Dahinter lauert jetzt Rostock nach dem Auswärtssieg in Duisburg, doch auch dahinter sollte man nicht jeden Verfolger schon jetzt abschreiben.

Im Keller hat das Trio der klaren Underperformer – Kaiserslautern, Magdeburg und Duisburg – am Wochenende allesamt verloren und belegt nun wieder geschlossen drei Abstiegsplätze, ergänzt um den VfB Lübeck. Jener VfB empfängt im Duell zweier Regionalliga-Kandidaten, die zudem alles andere als formstark unterwegs sind, die SpVgg Unterhaching. Die freut sich allein schon darüber, die längste Anreise des Jahres unter der Woche absolvieren zu dürfen, steht zudem aber mit Coach Arie van Lent richtig unter Druck. Viktoria Köln musste die Mechanismen der Branche bereits in Bewegung setzen und hat Erfolgstrainer Pavel Dotchev beurlaubt. Nur ein Sieg aus elf Spielen – diese Bilanz hat den Klub vom Rhein in der Tabelle durchreichen lassen. Geht das so weiter, könnte man schon am kommenden Wochenende in der roten Zone angekommen sein…

 

Vier Spiele im Fokus

Erster Abstiegskrimi: FSV Zwickau gegen den MSV Duisburg

Spiele gegen Zwickau verliefen für den MSV Duisburg im Durchschnitt recht erfreulich – allerdings nur in den Heimspielen. In Sachsen gab es in drei Anläufen noch nie einen Sieg, zuletzt vor rund einem Jahr eine 0:1-Niederlage, als die Zebras allmählich die Selbstverständlichkeit eines Spitzenteams verloren. Davon ist man jetzt weit entfernt: Auf den Hoffnung machenden Sieg über Meppen folgten im Heimspiel-Dreierpack Pleiten gegen Magdeburg und Rostock. Überhaupt holte Duisburg aus sechs Duellen mit Ostmannschaften in dieser Saison nur zwei Punkte. Indizien, dass es beim Konkurrenten Zwickau anders aussieht, gibt es nicht viele: Der FSV hat zuletzt starke zehn Punkte aus sechs Spielen geholt und bleibt trotz vermeintlich individueller Unterlegenheit für jeden Drittligisten schwer zu bespielen – gerade für solche ohne ausgeprägtes Selbstvertrauen.

Zweiter Abstiegskrimi: VfB Lübeck gegen die SpVgg Unterhaching

Im Hinspiel zahlte Aufsteiger Lübeck ein wenig Lehrgeld, verlor mit 0:1. Haching wähnte sich da in der Saison angekommen, was bis zum heutigen Tag aber nie wirklich eingetreten ist – und das wird immer gefährlicher. Zuletzt gab es teils bittere Niederlagen wie etwa das 3:4 nach 3:1-Führung gegen Verl, dann stibitzte Mitkonkurrent Magdeburg alle drei Punkte und auch der FSV Zwickau holte – in seinem Fall sogar zum bereits zweiten Mal in dieser Spielzeit – den Sieg auf seine Seite. "Wer den Ernst der Lage nicht erkennt, der soll den Spielerpass abgeben", schimpft Kapitän Markus Schwabl. Kann die junge Mannschaft Abstiegskampf? Das Spiel bei Schlusslicht Lübeck, das seinerseits dringend auf ein Erfolgserlebnis angewiesen ist, wird Aufschluss geben.

Bleibt Rostock dran? F.C. Hansa gegen den 1. FC Saarbrücken

Im Hinspiel gab es den ersten Rückschlag für Hansa Rostock, als man verdient beim Aufsteiger Saarbrücken mit 0:2 unterlag. Gerade in Heimspielen war der FCS aber immer gern gesehen: Fünf Siege holte die Kogge in der zweiten sowie dritten Liga aus sechs Anläufen vor heimischem Publikum, auf das Jens Härtel und Co. derzeit natürlich nicht setzen können. Dafür auf Manuel Farrona Pulido, der zuletzt meist zwischen Mannschaft und Ersatzbank pendelte, in Duisburg aber mit einem Doppelpack viel Eigenwerbung betrieb. Saarbrücken hat beim 0:0 gegen Lübeck eine wahre Schlammschlacht auf dem nicht profi-tauglichen Acker in der Frankfurter PSD-Bank-Arnea hinter sich und wird sich allein schon freuen, in Rostock etwas ansehnlichere Bedingungen vorfinden zu können. Dennoch ist nach nur einem Sieg aus neun Spielen das Momentum eher nicht mehr auf der Seite des anfangs so furiosen Liganeulings.

Remis als sichere Wette: 1. FC Kaiserslautern gegen Türkgücü München

Sechs der bisherigen neun Heimspiele auf dem Betzenberg endeten mit einem Unentschieden, insgesamt teilte der FCK sogar schon elfmal die Punkte. Am Samstag war die Elf um Trainer Jeff Saibene davon nie weit entfernt, und bei Spitzenreiter Dynamo Dresden hätte ein solches Ergebnis ausnahmsweise sogar als Erfolg gewertet werden können. Doch es war irgendwie bezeichnend für die ganze Saison: Da schießt der sonst so offensivschwache 1. FC Kaiserslautern zum allerersten Mal in dieser Spielzeit drei Tore in 90 Minuten – und kassiert vier. Jetzt gibt’s ein doppelt pikantes Duell mit Türkgücü München. Die nämlich haben jüngst Stürmer Lucas Röser vom FCK ausgeliehen, dafür hatte Toptorjäger Petar Sliskovic zuletzt das Interesse aus der Pfalz geweckt. Das soll mittlerweile aber wieder erloschen sein. Warten wir ab, ob Sliskovic frei aufspielen kann.

 

Die mögliche Überraschung

Viktoria Köln beim SV Wehen Wiesbaden

Das war es für Pavel Dotchev – nach 59 Spielen ist die Episode Viktoria Köln für ihn beendet. Ein Nachfolgekandidat soll Torsten Lieberknecht sein, doch dass dieser oder eine andere Neuverpflichtung bereits am Dienstagabend in Wiesbaden an der Seitenlinie steht, ist unwahrscheinlich. Drum müssen es Chefscout Daniel Zillken und Co-Trainer Markus Brzenska wohl richten, das leckgeschlagene Schiff wieder seetüchtig zu machen. In der Fremde hat Viktoria erst zweimal verloren, während gleich sieben (!) Heimspiele in Nullrunden endeten – vielleicht taugt das ja als gutes Vorzeichen. Auch, weil Zweitliga-Absteiger Wiesbaden bislang nicht konstant das Niveau eines Aufstiegskandidaten erreicht,

 
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