Aalen verliert Kellerduell gegen Meppen in letzter Sekunde

Von

© imago

Im Kellerduell zwischen dem VfR Aalen und dem SV Meppen konnten sich die Gäste durch einen Treffer von Deniz Undav in der vierten Minute der Nachspielzeit mit 2:1 durchsetzen und damit den zweiten Last-Minute-Sieg in Folge feiern. Aalen verlor unterdessen erneut spät und wartet nun seit zwölf Partien auf einen Sieg. 

Andrist antwortete Guder

Argirios Giannikis unter Druck: Gegen den SV Meppen musste der Tabellenletzte aus Aalen punkten. Die Anfangsphase gehörte allerdings den Gästen, die über Hassan Amin schon nach fünf Zeigerumdrehungen einen Eckball herausholte: Keeper Raif Husic, der Daniel Bernhardt auf die Bank verdrängte, unterlief den Ball und musste sich danach sehr lang machen, um die Kugel noch von der Linie zu kratzen (6.). Viel geschah im Kellerduell nicht, doch wenn etwas passierte, dann richtig: Konter der Meppener, Julian von Haacke schickte den Ex-Wiesbadener René Guder steil und der vollendete per Direktabnahme durch die Beine von Husic – 1:0 (26.).

Beinahe hätte Aalen den Doppelschlag kassiert, denn nur wenig später erreichte eine Flanke von Luka Tankulic den ausgewiesenen Torjäger Nick Proschwitz, dessen Kopfball Husic allerdings hervorragend parierte (28.). Mit dem Rückstand wurden die Hausherren etwas auffälliger, aber nicht zwingend. Bis Neuzugang Stephan Andrist über Außen in den Strafraum kam, Amin austänzelte und anschließend trocken zum Ausgleich verwandelte (42.).

Siegtor mit der letzten Aktion

Im zweiten Abschnitt dann vertauschte Rollen zu Beginn: Aalen übernahm das Zepter, erarbeitete sich wie schon in der ersten Hälfte aber keine zwingenden Chancen. Auffälligster Akteur blieb bis dahin Petar Sliskovic, dessen Versuch nach einem Freistoß nur knapp am Tor vorbeiging (63.). Ein Rückschlag in personeller Form ereilte die Aalener durch Nicolas Sessa, der sich ohne gegnerische Fremdeinwirkung verletzte und durch Mart Ristl ersetzt werden musste (73.). In der Schlussphase zeigte sich dann Meppen wieder präsenter, über Nico Granatowski sollte der Ball in die Mitte zu Proschwitz gelangen, Torben Rehfeldt verhinderte jedoch Schlimmeres (76.).

Die restliche Partie entwickelte sich zäh, beide Teams verteidigten dicht und ließen sich nicht zu Fehlern hinreißen. Optische Vorteile erspielten sich im Laufe der zweiten 45 Minuten zwar die Meppener, Kapital konnten sie daraus aber nicht schlagen – dachten zumindest alle: In der vierten Minute der Nachspielzeit schlug Joker Deniz Undav nach einem schweren Patzer von Husic zu und sicherte seiner Mannschaft doch noch den Sieg. Aalen kassierte unterdessen die zweite Last-Minute-Pleite in Folge, wartet nun seit zwölf Partien auf einen Sieg und bleibt mit sieben Punkten Rückstand auf das rettendende Tabellenletzter. Ob Giannikis die Partie gegen 1860 München in einer Woche noch leiten darf, bleibt offen. Der SV Meppen kann den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf vier Punkte ausbauen und muss Samstag zu einem weiteren Kellerduell mit Energie Cottbus antreten.

   

Hinweis: Seit dem 25. Mai gilt unsere neue Datenschutzerklärung.