Nur 0:0 gegen Meppen: F95 verzweifelt an Pünt und sich selbst
Zweites Spiel unter Jens Langeneke, zweites Remis. Am Freitagabend trennten sich Fortuna Düsseldorf und der SV Meppen mit 0:0. Chancen gab es vor allem für die Fortuna zuhauf – Meppen indes verpasste es mit seiner größten Gelegenheit, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Mit der Nullnummer blieb der SVM zum fünften Mal in Folge ungeschlagen, Düsseldorf hingegen wartet seit drei Spielen auf einen Sieg.
Wilde Anfangsphase der Fortuna
Das erste Spiel unter Düsseldorfs neuem Trainer Jörn Langeneke endete mit einem Remis. Folgt im zweiten Anlauf der erste Sieg? Die Vorzeichen vor dem Duell mit dem SV Meppen waren ausgeglichen. Beide Teams sind Tabellennachbarn auf den Plätzen zwölf und 13, die Emsländer zudem seit vier Partien ungeschlagen. Entsprechend hätte Meppens Trainer Thomas Beniermann seine Startelf wohl gerne unverändert gelassen, musste jedoch verletzungsbedingt reagieren: Mißner wurde durch Bähr ersetzt. Langeneke nahm im Vergleich zum 1:1 in Rostock gleich vier Änderungen vor. Gerezgiher, Schleusener, Consbruch und Egouli rückten vor van der Sloot, Hottmann, Bornschein und Slimani in die Anfangsformation.
Die Fortuna startete vor über 30.000 Zuschauern nicht nur spielbestimmend, sondern auch mit viel Zug zum Tor. Bereits nach zwei Minuten hatte Hendrix die erste Chance, traf allerdings nur das Außennetz (2.). Noch näher kam der Kapitän acht Minuten später. Zunächst parierte Pünt einen Schuss von Müller zur Seite. Consbruch setzte auf Höhe der Grundlinie nach, ließ seinen Gegenspieler stehen und legte in den Rückraum. Hendrix zog direkt ab, traf jedoch nur den Innenpfosten. Meppen blieb kaum Zeit zum Durchatmen. Düsseldorf schnürte die Gäste in deren Hälfte ein, ließ jedoch Chance um Chance liegen. Erst zog Arden aus der Drehung ab, doch erneut war Pünt zur Stelle (12.). Nur 60 Sekunden später brachte Consbruch eine Bogenlampe auf das Tor, die Sprekelmeyer vor der Linie klären konnte.
Mit 12:0 Torschüssen und 70 Prozent Ballbesitz war die Fortuna klar überlegen, schaltete anschließend jedoch einen Gang zurück. Meppen fand etwas besser in die Partie, ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. Auf der anderen Seite bot sich Düsseldorf kurz vor der Pause erneut die große Chance auf die Führung. Wekesser brachte einen Freistoß aus zentraler Position auf das Tor. Pünt ließ den Ball nach vorn abprallen, wo der aufmerksame Oberdorf an die Kugel kam und sie in Richtung Tor spitzelte. Doch erneut konnte Sprekelmeyer den Ball vor der Linie klären (43.).
Meppen verpasst den Lucky Punch
Beide Teams kamen personell unverändert aus der Kabine. Die Fortuna versuchte, an die starke Anfangsphase der ersten Halbzeit anzuknüpfen, benötigte allerdings eine Viertelstunde bis zur ersten Chance im zweiten Durchgang. Gerezgiher schlenzte den Ball aus 16 Metern auf das kurze Eck. Pünt war erneut zur Stelle und wehrte zur Seite ab. Consbruchs Nachschuss landete am Außennetz. Mehr oder weniger unmittelbar danach witterte auch Meppen seine Chance. Zunächst bediente Domröse Ehlers im Zentrum, der nicht lange zögerte. Allerdings rutschte ihm der Ball über den Schlappen und flog deutlich über das Gehäuse (62.).
In der 69. Minute hätte Meppen den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt. Nach einem Doppelpass zog Deters ab. Lord wehrte den Ball nach vorne ab, wo Nadj nachsetzte, den Abpraller jedoch direkt in die Arme des Düsseldorfer Schlussmanns schoss. Langeneke stellte daraufhin auf zwei Spitzen um und brachte Hottmann für Consbruch. Die Gastgeber versuchten weiterhin alles und erhöhten den Druck, während sich Meppen in jeden Ball warf. Was Düsseldorf fehlte, war die nötige Präzision. Müllers abgefälschter Schuss von halblinks wurde zur Vorlage für Anhari, der den Ball aus aussichtsreicher Position über den Kasten köpfte (82.).
Vier Minuten später kam der Ball deutlich gefährlicher aufs Tor. Nach einem Einwurf verlängerte ein Meppener per Kopf. Im Zentrum des Strafraums kam Oberdorf zum Abschluss. Pünt streckte sich und lenkte den Ball über die Latte. Als wäre das nicht schon bitter genug, wurde es für die Fortuna noch schwieriger: Müller sah in der 90. Minute die Gelb-Rote Karte. Bereits drei Minuten zuvor hatte er wegen eines taktischen Fouls Gelb gesehen. Gegen Zehir kam der Mittelfeldspieler zu spät und beschwerte sich anschließend beim Schiedsrichter – eine harte Entscheidung.
Auch in Unterzahl gelang es der Fortuna in der Schlussphase nicht mehr, den erlösenden Treffer zu erzielen. Ein Punkt, der vor allem dem SV Meppen mehr hilft. Der Aufsteiger ist nun seit fünf Partien ungeschlagen und springt vorerst auf Platz zwölf. Die Fortuna wartet dagegen seit drei Spielen auf einen Sieg, klettert aber immerhin auf Rang zehn – sieben Punkte hier einem direkten Aufstiegsplatz. Für die Fortuna geht es am kommenden Samstag beim FC Ingolstadt weiter (14 Uhr). Meppen empfängt tags darauf den SSV Jahn Regensburg (13:30 Uhr).