"Absolut enttäuschend": Münster entschuldigt sich bei den Fans

Beim 1:4 gegen Viktoria Köln kassierte Preußen Münster am Sonntagabend nicht nur die erste Saison-Niederlage, sondern zeigte dazu noch eine "absolut enttäuschende Leistung", wie Trainer Thomas Wörle festhielt. Entsprechend entschuldigte sich die Mannschaft bei den Fans.

"Weiß gar nicht, wo ich anfangen soll"

Über 2.000 Anhänger hatten die Preußen trotz der unbeliebten Anstoßzeit am Sonntagabend nach Köln begleitet. Umso enttäuschender war das, was sie auf dem Platz zu sehen bekamen. "Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll", tat sich Kapitän Niko Koulis im Interview mit "MagentaSport" nach Spielende schwer, die richtigen Worte zu finden. "Erstmal muss ich mich bei den mitgereisten Fans entschuldigen. Denn was wir abgeliefert haben, können wir so nicht machen."

Die genauen Gründe für die Niederlage vermochte der 27-Jährige direkt nach Spielende noch nicht analysieren, hielt aber fest, dass das ganze Team "einfach nicht wach genug" gewesen sei. Gerade bei den Gegentoren stimmte zudem die Zuordnung nicht, was womöglich auch an der fehlenden Eingespieltheit lag. Doch daran allein wollte Koulis die Niederlage nicht festmachen und betonte: "Wenn wir uns weiter so präsentieren, sieht es nicht gut aus."

"Nicht das Gesicht, das wir zeigen wollen"

Auch Trainer Thomas Wörle sprach von einem "absolut enttäuschenden Auftritt von Anfang bis Ende" und sah "kein gutes Spiel" seiner Mannschaft. "Der Gegner war uns in vielen Bereichen überlegen. Nicht nur mit Ball, sondern auch gegen den Ball haben wir uns schwer getan, von Anfang an auf dem Platz zu sein. Das war nicht das Gesicht, das wir zeigen wollen." So lagen die Preußen bereits nach zwölf Minuten mit 0:2 hinten. Über Higl (20.) gelang zwar die schnelle Antwort, ehe die Kölner den alten Zwei-Tore-Vorsprung noch vor der Pause wieder herstellten (43.) und kurz vor Spielende endgültig alles klarmachten (89.).

"Wir waren nicht in der Lage, das zu bringen, wofür wir stehen wollen. Und dann hast du in der 3. Liga keine Chance", hielt Wörle fest. Doch wie konnte es dazu kommen? "Am Ende geht es darum, in ganz elementaren Bereichen wie der Zweikampfführung seinen Mann zu stehen." In diesen Bereichen sei Münster jedoch "von Anfang an nicht so scharf" und zu weit weg von den Gegenspielern gewesen. Bei den Gegentoren "waren wir immer ein bisschen zu spät und ein bisschen zu langsam im Kopf".

Münster will Lehren aus der Pleite ziehen

Wörle sprach von einem Rückschlag, der "richtig weh tut". Gleichzeitig müsse dieser nun dazu beitragen, "dass wir so etwas nicht wieder erleben müssen. Wir können mal unterlegen sein, das ist normal, aber die Art und Weise, wie wir uns wehren, muss ganz anders sein." Koulis kündigte an, die Niederlage aufarbeiten zu wollen. "Heute dürfen wir noch enttäuscht sein, morgen müssen wir die ganze Geschichte analysieren." Das Positive aus dem Spiel sei, "dass wir ein anderes Gesicht zeigen können".

Die nächste Chance dazu besteht im Heimspiel gegen den TSV Havelse am Samstag. "Da müssen wir die Punkte ziehen", forderte der Verteidiger, der sich von der Mannschaft trotz der Niederlage weiterhin vollends überzeugt zeigte: "Wir haben eine gute Truppe zusammen und müssen uns nur weiterentwickeln und finden. Und das so schnell wie möglich."

   

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