RWE-Talent Swajkowski unzufrieden: Leihe als Lösung?
Vom Hoffnungsträger aufs Abstellgleis? Die Perspektive von Gianluca Swajkowski sieht bei Rot-Weiss Essen derzeit nicht rosig aus. Eine kurzfristige Lösung könnte sich auf dem Transfermarkt ergeben.
Koschinat "nicht vollumfänglich zufrieden"
Die Mannschaft von Uwe Koschinat hatte im Endspurt der letzten Saison drei Niederlagen in Folge kassiert. Da warf der Cheftrainer mit Gianluca Swajkowski ein Eigengewächs rein, das mit dem Siegtor gegen Ulm am 37. Spieltag die sportliche Wende einleitete. Umjubelt verlängerte der 21-jährige Mittelfeldspieler im Juni bis 2029 – und verschwand zum Start in die neue Saison von der Bildfläche. Lediglich im Landespokal kam Swajkowski zum Einsatz, aber in der Liga und im DFB-Pokal schaffte es der Mittelfeldspieler nicht einmal in den Kader.
"Ich bin mit seiner Vorbereitungsleistung noch nicht vollumfänglich zufrieden. Ich bin mir sicher, dass er viel, viel mehr Potential hat, als das, was er in den letzten sechs Wochen abgerufen hat. Ich bin mir sicher, dass wir das auch sehen werden", sagte RWE-Coach Koschinat bereits nach dem 2:5 in Saarbrücken. Jetzt sieht es so aus, als könne nur noch ein Tapetenwechsel helfen. Wie die "WAZ" berichtet, soll Swajkowski einem Leihgeschäft offen gegenüberstehen. Allerdings fehlen wohl noch konkrete Anfragen für den 21-Jährigen.
Nur Nummer vier im Mittelfeld
Wie kam es zum Absturz des Eigengewächses? Im defensiven Mittelfeld ließ RWE mit Klaus Gjasula einen Routinier ziehen – und Torben Müsel ging in die 2. Bundesliga. Gleichzeitig holte Essen aber auch mit Tony Menzel (Dynamo Dresden) und Janne Sietan (Waldhof Mannheim) zwei Akteure, die jetzt auf der Doppelsechs gesetzt sind. Der Konkurrenzkampf ist hoch, zumal auch Ruben Reisig für die Position vorgesehen ist. Dass Swajkowski allerdings gar keine Chance mehr erhält, überraschte wohl auch den Mittelfeldspieler, der jetzt nach einer Lösung sucht. Abseits des Platzes soll nach Angaben des Berichts nichts vorgefallen sein, sodass Koschinats Entscheidungen ausschließlich auf sportliche Argumente zurückzuführen ist. Bis zum 1. September bliebe noch Zeit, einen neuen Verein zu finden.