Leihe bis Saisonende fix: SVWW legt im Sturm mit Marcus Müller nach
Nach Roberto Massimo hat der SV Wehen Wiesbaden auch Marcus Müller verpflichtet und damit seinen bislang dünn besetzten Sturm verstärkt. Der 24-Jährige wird bis zum Ende der laufenden Saison von Zweitligist Holstein Kiel ausgeliehen.
23 Zweitliga-Spiele für Kiel
Mit Moritz Flotho und Nikolas Agrafiotis verfügte der SVWW bislang nur über zwei Angreifer, nun stößt mit Marcus Müller ein weiterer dazu. "Wir waren uns intern einig, den Kader in diesem Transferfenster noch um einen Stürmer ergänzen zu wollen", sagt Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver. Daher sei der Markt in den vergangenen Wochen intensiv beobachtet worden, um eine Lösung zu finden, "die bestmöglich zu unserem Anforderungsprofil passt". Mit Müller sei es nun gelungen, einen Spieler für den SVWW zu gewinnen, "der genau die Qualitäten mitbringt, nach denen wir gesucht haben. Umso mehr freut es uns, dass wir ihn von unserem Verein überzeugen konnten", so Stöver.
Erst vor einem Jahr hatte sich Müller vom VfL Osnabrück kommend dem KSV Holstein angeschlossen, sich aber nicht durchsetzen können. Zwar stand der gebürtige Augsburger immerhin 23 Mal auf dem Platz, brachte es dabei aber auf lediglich 460 Einsatzminuten sowie einen Treffer. Besser lief es zuvor beim VfL, für den er in 30 Drittliga-Partien an fünf Toren beteiligt war. Ausgebildet wurde Müller beim FC Augsburg und dem FSV Mainz 05. Bei den Rheinhessen lief der Angreifer im Dezember 2023 sogar einmal in der Bundesliga auf. Für die Zweitvertretungen der beiden Bundesligisten absolvierte der 24-Jährige insgesamt 84 Viertliga-Spiele, in denen er 26 Tore erzielte und 17 weitere vorbereitete.
Neuzugang Nummer 6
Beim SVWW ist Müller, der in der aktuellen Saison weder in der Liga noch im DFB-Pokal zum Kader der Störche gehörte, der sechste Neuzugang in diesem Sommer. Unbekannt ist ihm die Brita-Arena nicht: "Ich war in der Vergangenheit bereits einige Male hier im Stadion", sagt der Stürmer und begründet seinen Wechsel unter anderem mit dem "ruhigen Umfeld" beim SVWW, "in dem ich mich optimal weiterentwickeln kann." Er habe "richtig Bock" auf die Aufgabe und auch nicht lange überlegen müssen, als das Angebot kam. Erstmals zum Kader gehören könnte Müller bereits am Samstag im Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen.