Topspiel zwischen dem FCS und Hansa: Was für wen spricht
Am Sonntag (13:30 Uhr) kommt es im Ludwigspark zum Topspiel zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Hansa Rostock. Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Last-Minute-Tore: Wenn es innerhalb der 90 Minuten nicht mit dem Torerfolg klappt, dann eben in der Nachspielzeit – so lautete das Motto der Saarländer in den letzten beiden Pflichtspielen. Denn sowohl in Regensburg als auch im Pokalspiel gegen Hertha BSC schlug der FCS in letzter Sekunde zu. Beim Jahn sicherten sich die Schwarz-Gelben damit den zweiten Sieg im zweiten Spiel, gegen Hertha die Verlängerung. Schon am 1. Spieltag hatte der FCS gegen Essen in der Nachspielzeit getroffen, der Sieg stand aber schon vorher fest.
Brünker als Top-Joker: Neben der Last-Minute-Qualität überzeugten in der bisherigen Saison auch die Joker – allen voran Kai Brünker. Sowohl gegen Rot-Weiss Essen als auch bei Jahn Regensburg kam der Stürmer ab der 58. Minute zum Einsatz und erzielte dabei jeweils einen Treffer. Gegen Essen traf mit Kelsey Owusu noch ein weiterer Joker, zudem wurde Brünkers Last-Minute-Tor beim Jahn durch den ebenfalls eingewechselten Calogero Rizzuto vorbereitet.
Hansa mit Defensivschwächen: Acht Gegentore in drei Pflichtspielen – nein, die Defensive ist bislang wahrlich nicht das Prunkstück des F.C. Hansa. Nachdem die Rostocker schon am 1. Spieltag in Hoffenheim zwei Gegentore hinnehmen mussten, waren es gegen Mannheim sowie im Pokalduell mit dem VfB Stuttgart jeweils drei. Immer wieder patzte die Hintermannschaft dabei, erlaubte sich leichte Ballverluste und fand nicht den richtigen Zugriff.

Auswärtsstark: Während die Kogge in der vergangenen Saison zuhause ihre Probleme hatte und auch das erste Heimspiel dieser Saison gegen Mannheim nicht gewinnen konnte, lief es auswärts umso besser. 35 Punkte in 19 Spielen bedeuteten zusammen mit Alemannia Aachen die zweitbeste Auswärtsbilanz aller Klubs, nur Meister VfL Osnabrück war noch besser (42 Punkte). Mit nur zwei Niederlagen hielt Hansa sogar den Bestwert. Die letzte Pleite auf fremdem Geläuf gab es Mitte Februar bei 1860 München (0:2).
Bilanz: 18 Mal standen sich beide Klubs laut "transfermarkt.de" bisher gegenüber – meist mit dem besseren Ausgang für die Kogge. Acht Spiele konnte der FCH gewinnen, während Saarbrücken erst fünfmal als Sieger vom Platz ging. Auch das letzte Aufeinandertreffen im vergangenen Mai, als Hansa erst 2:0 führte, dann aber plötzlich mit 2:3 hinten lag, ging mit 4:3 an den FCH. Davor gab es zweimal in Folge ein Remis.
Voglsammer in Top-Form: Erst der Doppelpack zum Auftakt in Hoffenheim, dann auch ein Tor gegen Mannheim. In Abwesenheit des verletzten Emil Holten hat Andreas Voglsammer geliefert – und damit gute Argumente gesammelt, auch weiterhin von Anfang an zu spielen. Trotz seiner 34 Jahre ist der Stürmer in bester körperlicher Verfassung. Zudem verfügt er angesichts von 50 Erst-, 219 Zweit- und 127 Drittliga-Spielen über einen riesigen Erfahrungsschatz, von dem die Kogge in dieser Saison schon in Form von drei Toren profitieren konnte.