3. Spieltag: Welche Partien die japanischen Schiedsrichter pfeifen

Wie schon in der letzten Saison sind am 3. und 4. Spieltag mit Koji Takasaki und Ryo Tanimoto wieder zwei Schiedsrichter aus Japan in der 3. Liga im Einsatz. Nun steht fest, welche Partien das Duo am anstehenden Wochenende leitet. 

Deutsch-japanische Schiedsrichter-Partnerschaft

Beide FIFA-Referees sind am Sonntag im Einsatz. Um 16:30 Uhr pfeift Koji Takasaki die Partie zwischen dem TSV Havelse und dem SV Waldhof Mannheim, um 19:30 Uhr steht Ryo Tanimoto dann beim Duell von Viktoria Köln gegen Preußen Münster auf dem Platz. Die Einsätze finden im Zuge einer deutsch-japanischen Schiedsrichter-Partnerschaft statt. Das gemeinsame Ziel: voneinander zu lernen und internationale Erfahrungen zu sammeln. Vom DFB hatten sich Anfang August mit Dr. Florian Exner und Harm Osmers auch zwei Schiedsrichter aus Deutschland auf den Weg nach Japan gemacht und hatten dort mehrere Partien der J-League gepfiffen.

Tanimoto und Takasaki sind ebenfalls seit knapp drei Wochen in Deutschland und nahmen zunächst am Sommer-Trainingslager der Bundesliga-Schiedsrichter im Allgäu teil. Anschließend leiteten sie jeweils eine Partie in der Regionalliga Bayern und der Nord-Staffel. Bei Takasaki waren das die Spiele St. Pauli gegen Bremen II (2:1) und Nürnberg II gegen Burghausen (3:1), Tanimoto pfiff die Spiele zwischen dem HSV II und Drochtersen/Assel (1:4) sowie dem SC Eltersdorf und Fürth II (3:2). Die Verständigung im Spiel erfolgt auf Englisch.

Wollitz übte scharfe Kritik

In der vergangenen Saison waren die Einsätze der japanischen Schiedsrichter auf gemischte Reaktionen gestoßen. Besonders Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz hatte scharfe Kritik geübt und es als "Unding" bezeichnet, "dass ein Schiedsrichter aus Japan, der kein Deutsch spricht und kaum Englisch, hier so ein Experiment macht". Bei der Partie in Hoffenheim am 23. August 2025 hatte sich Wollitz nach eigenen Angaben absichtlich die gelbe Karte abgeholt, um darauf aufmerksam zu machen. Zudem wetterte er, dass Yusuke Ohashi die Partie in einer Art geleitet, die "eines Drittliga-Spiels nicht würdig war". Anderorts hatte es aber auch Lob für die japanischen Unparteiischen gegeben.

Auch der DFB freut sich über den Austausch mit den japanischen Unparteiischen, wie Schiedsrichter-Chef Knut Kircher zuletzt betonte. "Ebenso freue ich mich für Harm Osmers und Florian Exner, dass sie im Zusammenhang mit einem aktiven Austausch die Möglichkeit haben, auch in eine andere Kultur einzutauchen."

   

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