Trotz Pokal-Aus: Hirsch ist "mega stolz" auf sein Team
Gegen Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg hielt der MSV Duisburg lange gut mit, kam zum Ausgleich und war drauf und dran, die Partie komplett zu drehen, musste sich durch zwei Last-Minute-Tore letztlich aber geschlagen geben. Dennoch war Trainer Dietmar Hirsch "mega stolz" auf seine Mannschaft.
"… dreht das Stadion komplett durch"
Nachdem Lex Tyger Lobinger die Zebras nach 54 Minuten zum Ausgleich geschossen hatte, war sie gleich doppelt da, die große Chance auf die Führung. Erst köpfte Symalla knapp vorbei (78.), dann scheiterte Safi an Kristof im Tor der SVE (80.). "Wenn wir da in Führung gehen, dreht das Stadion komplett durch", sagte Trainer Dietmar Hirsch bei der Pressekonferenz nach Spielende. Doch dazu kam es nicht, weil Elversbergs Onyeka die Partie in der Schlussphase mit einem Doppelpack (88. / 90.+1) zugunsten des Bundesligisten entschied – sehr zum Bedauern von Hirsch: "Wenn man sich die Chancen im Spiel anschaut, passt das Ergebnis nicht zu der Leistung meiner Mannschaft."
Nach Einschätzung des 54-Jährigen sei der MSV "mindestens gleichwertig" gewesen. Einen Zwei-Klassen-Unterschied habe er jedenfalls nicht erkannt. Entsprechend zeigte sich Duisburgs Trainer "mega stolz" auf seine Mannschaft. "Das Ergebnis ist scheiße und ärgerlich, aber die Leistung war mega. Wir hatten sehr viel und auch guten Ballbesitz, standen gut und waren sehr fleißig im Verteidigen." Zudem habe der MSV die Bälle nicht einfach nur weggebolzt. "Das einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfen muss, ist die Tatsache, dass wir hinten raus zu viele lange Bälle gespielt haben."
"Können aus diesem Spiel sehr viel mitnehmen"
Sinnbildlich für den Einsatz stand Lobinger, der nach einer großen Energieleistung getroffen hatte. Zunächst fing er einen Einwurf von Günter ab, dann sprintete er von der eigenen Hälfte bis in den gegnerischen Sechzehner, setzte sich dort stark gegen Rohr durch und brachte den Ball mit voller Wucht im Netz unter. "Tyger hat das ganze Spiel in seinen Aktionen gezeigt. Diese Energie, diese Power und dieser Mut. Wie er das Tor gemacht hat, war unfassbar gut. Deswegen ist er auch unser Top-Stürmer", lobte Hirsch.
Dieser zeigte sich derweil nicht nur auf die Mannschaft, sondern den ganzen Verein stolz: "Wir können aus diesem Spiel sehr viel mitnehmen und wollen uns wieder für diesen geilen Wettbewerb qualifizieren." Dazu muss der MSV am Saisonende bekanntlich mindestens Vierter werden oder erneut den Landespokal gewinnen. Auf dem Weg dorthin wollen die Zebras am Dienstag beim 1. FC Wülfrath aus der Bezirksliga die erste Hürde nehmen. "Heute dürfen wir noch sauer und enttäuscht sein, aber spätestens morgen müssen wir den vollen Fokus auf dieses Spiel legen", blickte Lobinger voraus.