Rekordkulisse gegen Cottbus: MSV setzt alles auf eine Karte

Der MSV Duisburg steht vor einem richtungsweisenden Spiel für den Ausgang dieser Saison. Zuhause treffen die Zebras am Sonntag (13:30 Uhr) auf Energie Cottbus. Mit einem Sieg kann die Mannschaft von Cheftrainer Dietmar Hirsch im Endspurt noch einmal am direkten Konkurrenten vorbeiziehen, was definitiv das Ziel der Meidericher sein wird. Und das vor großer Kulisse. 

Über 30.000 Zuschauer erwartet

Seit einigen Wochen ist Duisburg der Jäger statt der Gejagte. Jetzt kommt ein Spiel, das den vermeintlichen Charakter eines Endspiels hat. "Das ist es aber nicht, weil dieser Wettbewerb keine Endspiele hergibt. Es ist ja kein Pokal-Wettbewerb. Aber es ist ein richtungsweisendes Spiel", ordnete MSV-Coach Dietmar Hirsch ein. Zieht der MSV vorbei – oder lassen die Zebras letzten Endes Cottbus ziehen? "Wir gehen auf drei Punkte", betonte der Duisburger Fußballlehrer mehrfach. Und abgesehen von Lex Tyger Lobinger, der in der vergangenen Woche seine fünfte gelbe Karte kassierte, muss Hirsch nur auf die Langzeitverletzten verzichten. Mit Alexander Hahn kehrt sogar der Kapitän aus einer längeren Verletzungspause zurück.

Über 29.000 Tickets wurden bereits für das Duell am Sonntag in der Schauinsland-Reisen-Arena verkauft, über 30.000 Zuschauer werden erwartet – es wird die bislang größte Kulisse für den MSV in dieser Saison. Vor Anpfiff wird es erneut einen Busempfang geben, denn die Fans wollen ihre Mannschaft noch einmal motivieren. "Wir haben mitbekommen, dass wir das wieder bekommen. Wir freuen uns darauf, weil das ist immer etwas Besonderes", schätzte Hirsch die Geste der Zuschauer, die schon in der Vergangenheit ein ums andere Mal für einen besonderen Schub gesorgt hatte. Wie wichtig das Spiel wirklich sein wird, da musste der MSV-Coach niemandem etwas vormachen. Auch nicht seiner Mannschaft. "Die Jungs sind doch nicht blöd. Die wissen genau, was los ist."

Cigerci ausschalten "schadet nicht"

Trotzdem versuchte Hirsch den Druck zu minimieren. "Wir wollen die Situation mit Spaß und Freude angehen. Einfach mit viel Leidenschaft. Wenn die Jungs ins volle Stadion einlaufen, dann sollen sie die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht haben dürfen", fand Hirsch. Denn nach wie vor war die Ausgangslage für die Zebras in den Augen des Cheftrainers herausragend, weil die Duisburger als Aufsteiger im Endspurt immer noch um etwas spielen durften. "Und mit neun Punkten aus drei Spielen ist es am wahrscheinlichsten, dass noch etwas funktioniert", so Hirsch.

Doch dazwischen steht noch Cottbus. "Letztes Mal war Aachen das Team der Stunde, davor war es mal Osnabrück. Und jetzt halt Cottbus. Mir ist das eigentlich ziemlich egal", fasste Hirsch die Formkurve des Gegners zusammen. "Wir sind zuhause extrem stark und das wollen wir mitnehmen. Das Drumherum wollen wir in Leistung und Energie ummünzen." Die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen, eine Führung erzielen statt einem Rückstand hinterherzulaufen. Das waren die offensichtlichen Ziele der Zebras, die ihren Gegner nicht gewähren lassen dürfen. Dazu wird gehören, dass Unterschiedsspieler wie Tolcay Cigerci nicht glänzen dürfen. "Ihn auszuschalten, kann auf jeden Fall nicht schaden. Aber wenn man nur ihm jemandem auf die Füße stellt, dann sind die anderen auch gut", so Hirsch. Die Zebras haben es in der eigenen Hand.

   

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