"Es liegt an uns": FCS will der Fan-Wut entgegenwirken

Immer, wenn der 1. FC Saarbrücken auf einem guten Weg zu sein schien, gab es den Rückschlag in Form einer empfindlichen Niederlage. Doch Cheftrainer Argirios Giannikis hob bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag hervor, dass die Mannschaft danach immer abgeliefert habe. So auch gegen 1860 München?

"Kein gutes Spiel gemacht"

Am Samstag (14 Uhr) hoffen die Saarländer wieder auf die Unterstützung der Fans. "Wir werden natürlich versuchen, von Anfang an eine gute Leistung zu zeigen, um sie mitzunehmen, wenn sie es uns vielleicht nicht von Anfang an geben", versicherte Maurice Multhaup am Freitag stellvertretend für sein Team. Mit der 0:2-Niederlage gegen Havelse waren die Anhänger überhaupt nicht einverstanden, wandten sich gegen die Mannschaft und sangen "Wir sind Saarbrücker und ihr nicht". Die Fan-Wut konnte Multhaup verstehen: "Es liegt an uns. Zuhause zeigen wir ein anderes Gesicht, und das wollen wir morgen auch wieder zeigen."

Ob sich die Fans so leicht besänftigen lassen? Auch Cheftrainer Argirios Giannikis zog den Vergleich. "Wir haben kein gutes Spiel gemacht. Trotzdem sprach jede Statistik mit Abstand für uns. Außer die Tore", berief sich der 45-Jährige auf die nackten Zahlen. Doch viel entscheidender war für den FCS-Coach: "Wir haben es bisher immer geschafft, nach Rückschlägen auswärts zurückzukommen. Nach Schweinfurt schlagen wir zuhause Wiesbaden. Nach Verl hatten wir zwei tolle Spiele gegen Ingolstadt und Aachen. Jetzt haben wir gegen Havelse keine Punkte mitnehmen können und haben 1860 vor der Brust." Ein gutes Omen?

Caliskaner fehlt verletzungsbedingt

Weiterhin verzichten muss der FCS auf Abdoulaye Kamara und Patrick Schmidt, die sich im Aufbautraining befinden. Dazu zog sich Kaan Caliskaner in der Trainingswoche eine Blessur zur, die einen Einsatz ausschließt. Und auch Calogero Rizzuto (Gelbsperre) wird fehlen. Hilft dem FCS womöglich, dass 1860 München den Aufstiegszug verpasst hat? "Ich erwarte keine Mannschaft, die jetzt hier Urlaub machen will. In den letzten Spielen habe ich eine Mannschaft gesehen, speziell in der letzten Woche, die um Punkte kämpft und einen Rückstand aufgeholt hat. Sie sind nach wie vor voll bei der Sache", so Giannikis.

Ein Umstand, den die frustrierten FCS-Fans auch von ihrem Verein erwarten – und auf den sie sich laut allen Beteiligten auch einstellen dürfen. Mit einem Sieg würden die Saarbrücker die 40-Punkte-Marke knacken und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Sollte es im direkten Duell zwischen Ulm und Havelse keinen Sieger geben, wäre der Ligaverbleib angesichts von dann zehn Punkten Vorsprung vor den letzten vier Partien so gut wie sicher.

   

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