"Ein Punkt ist zu wenig": SSV Ulm weiter auf Abstiegskurs
Bei Energie Cottbus machte der SSV Ulm ein starkes Spiel, nahm trotz Führung aber nur einen Punkt mit, der angesichts des großen Rückstands auf das rettende Ufer nicht weiterhilft – wenngleich die Spatzen einen Platz in der Tabelle gutmachen konnten. Dennoch waren die Beteiligten mit der Leistung zufrieden.
Dotchev spricht von "Teilerfolg"
Bis auf sechs Punkte wäre Ulm mit einem Sieg in Cottbus ans rettende Ufer herangerückt und hätte somit womöglich nochmal einen Funken Hoffnung im Abstiegskampf entfachen können, so fehlen nun acht Zähler und 17 Tore. Dabei waren die Spatzen nach 21 Minuten durch Leon Dajaku sogar in Führung gegangen, brachten diese aber nicht über die Zeit und kassierten nach 77 Minuten den Ausgleich. "Ich hatte mir gewünscht, dass wir noch ein Tor machen", haderte Trainer Pavel Dotchev bei "MagentaSport". Dennoch war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft "zufrieden" und sprach von einer "starken Leistung. Es war genau das, was ich sehen wollte, nur das Ergebnis nicht. Wir haben es nicht geschafft, uns zu belohnen, aber das ist der Weg für uns. Wir machen weiter. Ich weiß nicht, für was es reicht, aber wir werden uns jedes Spiel reinhauen."
Die Maßnahme des 60-Jährigen, auf Fünferkette umzustellen, ging auf. Auch zwischen den Pfosten hatte Dotchev eine Änderung vorgenommen, und Christian Ortag anstelle von Max Schmitt zurück ins Tor beordert. "Ich musste etwas verändern. Denn wenn du immer wieder etwas erzählst, sich aber nichts ändert, bist du irgendwann verbraucht", begründete Dotchev und betonte, dass der Wechsel nichts mit der Leistung von Schmitt zu tun gehabt habe. "Ich wollte der Mannschaft einen neuen Impuls und neue Hoffnung geben." Für Ortag habe zudem dessen Routine und Erfahrung gesprochen, so Dotchev. Insgesamt sah Dotchev einen "Teilerfolg".
"Am Ende ist es ärgerlich"
Auch bei Marcel Seegert herrschten "etwas gemischte Gefühle" vor. "Einerseits haben wir sehr leidenschaftlich gespielt und verteidigt, da können wir stolz drauf sein. Andererseits ist ein Punkt eigentlich zu wenig. So ein Sensationssieg wäre unfassbar wichtig gewesen. Am Ende ist es ärgerlich." Dajaku meinte: "Wir schauen aktuell überhaupt nicht auf die Tabelle, sondern müssen von Spiel zu Spiel unsere Leistung auf den Platz bringen, das ist für uns das Wichtigste." Auf die Leistung in Cottbus könne die Mannschaft "stolz sein", denn gegen so einen Gegner "haben nicht viele damit gerechnet, dass wir hier etwas mitnehmen. Daran können wir anknüpfen".
Doch um den Klassenerhalt noch schaffen zu können, braucht der SSV aus den verbleibenden acht Spielen mindestens fünf bis sechs Siege. Und damit fast genauso viele wie in der bisherigen Saison. In der Länderspielpause steht nun erstmal das Pokalspiel bei Viertligist Großaspach an, ehe es in zwei Wochen dann gegen den SC Verl geht. Die Ostwestfalen haben die letzten drei Partien allesamt gewonnen, dennoch ist ein Sieg Pflicht, um die Minimalchance auf den Klassenerhalt aufrechterhalten zu können.