"Akzeptiere ich nicht": Holtz bemängelt Einstellung nach Pleite

Beim 1:4 in Osnabrück bekam Waldhof Mannheim am Samstag die Grenzen aufgezeigt. Vor allem in der zweiten Halbzeit war es ein Klassenunterschied, wie Trainer Luc Holtz einräumen musste. Zudem bemängelte er die Einstellung seiner Mannschaft.

"Wir waren nicht zielstrebig genug"

Am Ende des Tages war der VfL Osnabrück eine Nummer zu groß. Ein entscheidender Faktor lag für Waldhof-Trainer Holtz in der Zielstrebigkeit: "Die drei ersten Tore fallen jedes Mal nach Ballverlusten und schnellem Umschalten. Das macht der Gegner sehr gut." Seine Mannschaft hingegen schaffte es nicht, die eigenen Angriffe erfolgreich zum Abschluss zu bringen. "In den ersten 45 Minuten war es mit Ball bis in das letzte Drittel noch sehr ordentlich, aber nicht zielstrebig genug. Wenn wir die Möglichkeit hatten zu schießen, waren wir nicht sauber genug. Der Gegner ist da viel reifer."

Diese Vorteile schlugen sich im zweiten Abschnitt auch im Ergebnis nieder. Jeder Fehler der Gäste wurde bestraft. "Wir wussten, dass wir keine einfachen Ballverluste machen dürfen. In der zweiten Halbzeit war es für eine Mannschaft wie Osnabrück zu einfach, die sehr stabil ist, sehr reif ist", lobte Holtz den Gegner. Auch wenn Felix Lohkemper in der Nachspielzeit noch für Ergebniskosmetik sorgte, war der Trainer mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht einverstanden. "Es hapert nicht am Willen. Ich verstehe auch, wenn du 3:0 hinten liegst, dass es dann vom Kopf her etwas schwieriger ist. Aber das akzeptiere ich so nicht."

"Es gibt stärkere Mannschaften"

Zwar versuchte der 56-Jährige mit frischen Kräften den Sturmlauf des Gegners zu stoppen, aber es klappte nicht. "Auch die Wechsel, die wir gemacht haben. Das war mir zu wenig, was wir in der zweiten Halbzeit auf den Platz gebracht haben." Nach der Niederlage bei Rot-Weiß Essen haben die Mannheimer nun ein weiteres Mal erfahren müssen, dass sie den Topteams der Liga nicht gewachsen sind. "Nach oben hin gibt es stärkere Mannschaften als wir, und das hat sich heute wieder bestätigt", konstatierte Holtz.

Außerdem scheint der Kader noch nicht breit genug besetzt zu sein, um Ausfälle zu verkraften. Neben dem gesperrten Torjäger Terrence Boyd fehlte erneut Topvorbereiter Arianit Ferati. "Wir hatten heute auch einige Spieler nicht mit dabei. Da merkt man schon den Unterschied zwischen einer sehr reifen Mannschaft. und dass wir eine etwas jüngere Mannschaft haben." Der SVW stagniert damit im Niemandsland der Tabelle auf Platz neun. Der Rückstand auf den dritten Platz ist auf zehn Punkte angewachsen, während das Polster auf die Abstiegsplätze weiterhin beruhigende 18 Zähler beträgt. Am kommenden Samstag geht es mit einem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue weiter.

   

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