3:0 gegen Zwickau: Wiesbaden zurück im Aufstiegsrennen

Zuletzt schien es, als ginge dem SV Wehen Wiesbaden im Saisonendspurt die Puste aus. Vier Niederlagen in Folge sprachen für sich. Mit dem 3:0 im Heimspiel gegen Zwickau melden sich die Hessen nun im Rennen um den Relegationsplatz zurück.

"Die anderen sind uns erst einmal scheißegal"

Die Leistung habe auch in den letzten Spielen gestimmt, allenfalls von einer Ergebniskrise könne die Rede sein. Trainer Rüdiger Rehm bezeugte seiner Mannschaft auch in den erfolglosen letzten Wochen eine gute Performance. Letztlich, das weiß auch der lobende Trainer, sind es aber die Punkte, die im Kampf um den Platz zur Aufstiegsrelegation zählen. Entsprechend erleichtert zeigte sich Rehm nach dem Sieg der Taunussteiner gegen den FSV Zwickau: "Wir sind froh, dass wir heute gewonnen haben und die anderen sind uns erst einmal scheißegal."

Zu verdanken hatte der Trainer den Sieg nicht zuletzt seinem Top-Torjäger Manuel Schäffler. Der frisch genesene Mittelstürmer wurde nach einer torlosen und spielerisch durchwachsenen ersten Halbzeit eingewechselt und schnürte einen Doppelpack (59., 68.). Debütant Martinovic machte 57 Sekunden nach seiner Einwechslung den Sack mit dem 3:0 in der Nachspielzeit zu (90.+1.). Schäffler, der mit 22 Treffern die Torschützenliste der 3. Liga anführt, zeigte sich bei "Telekom Sport" bescheiden und richtete den Fokus auf das Aufstiegsrennen: "Wir wollen wir uns für die ganze Saison noch weiterhin belohnen und um diesen dritten Platz kämpfen."

Kampf um Relegationsplatz verspricht Hochspannung

Der Großteil der Entscheidungen im Auf- und Abstiegsrennen ist gefallen. Für zwei Mannschaften geht es allerdings nach wie vor um alles. Durch den Sieg gegen Zwickau und das gleichzeitige Unentschieden des KSC gegen den designierten Aufsteiger Paderborn haben sich die Hessen bis auf einen Punkt an die Karlsruher herangearbeitet. Das Torverhältnis spricht zudem klar für den SV Wehen. Schon am kommenden Wochenende könnte eine Vorentscheidung fallen. Für die Wiesbadener steht das schwere Auswärtsspiel beim SC Paderborn an.

Auf die Hoffnung, der SC könnte in der Aufstiegseuphorie federn lassen, will man sich sicherlich nicht verlassen. Druck auf den KSC aufbauen oder das Ende aller Aufstiegshoffnungen: Rüdiger Rehm stellte schon vor dem Spiel gegen Zwickau fest, dass "nur ein Erfolgserlebnis wirklich weiterhilft." Es zeigt sich also einmal mehr: Am Ende zählen nur die Punkte.

   
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