1860 München: Marinkovic-Verpflichtung vom Tisch

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Schon seit längerem trainiert Angreifer Sascha Marinkovic probeweise beim TSV 1860 München. Auch ins Trainingslager reiste der Stürmer mit, um sich für einen Vertrag zu empfehlen. Doch zu einer Verpflichtung wird es nicht kommen.

"Das Thema ist beendet"

Einem "dieblaue24"-Bericht zufolge wird Sascha Marinkovic in der kommenden Saison nicht zum Kader der Giesinger gehören. Das bestätigte Daniel Bierofka dem Portal: "Wir werden Sascha nicht verpflichten", verdeutlicht der Cheftrainer: “Ich habe auch nie gesagt, weder intern noch extern, dass ich ihn verpflichten will. Meine Aussage war immer: Er trainiert mit, bis er fit ist. Ich denke, er ist ein guter Spieler – und vielleicht, wenn er die Form hat, dann könne man darüber nachdenken"

Zuletzt gab es Diskussionen über ein "Fremdfinanzierungsmodell", in dem sowohl Marinkovic als auch Innenverteidiger Aaron Berzel mithilfe externe Gönner bezahlt werden könnten. Im Zuge dessen allerdings hatte Sport-Geschäftsführer auch darauf verwiesen, in Marinkovic und Berzel eher Ergänzungsspieler zu sehen und die Verpflichtung eines Stoßstürmers zu priorisieren.

Berater forderten "Klartext"

Das wiederum rief Marinkovic-Berater Dylan Hughes auf den Plan, der gegenüber der "tz" betonte, Klarheit für seinen Schützling zu wollen: "Es wird Zeit für Klartext. Der Trainer will ihn und die Finanzierung für Sascha stand vom ersten Tag an", gab Hughes gemeinsam mit Anwalt Markus Schollmeyer zu Protokoll: "Sie wurde seitens 1860 namens Günther Gorenzel von Anfang an bis heute mit widersprüchlichen Begründungen zurückgewiesen. Wir bezweifeln daher den Wahrheitsgehalt seiner öffentlichen Aussagen zu dem Thema stark." Bei anderen Clubs hätte ein solches Verhalten Konsequenzen, kritisieren die beiden: "Bei 1860 scheint aber momentan alles erlaubt."

Diese kritischen Worte scheinen auch zur letztendlichen Entscheidung Bierofkas beigetragen zu haben: "Dass wir momentan andere Wege gehen müssen als normal, ist auch klar, um an Spieler zu kommen. Dementsprechend haben wir das mit Marinkovic gemacht. Ende", erklärt Bierofka den Vorgang gegenüber "dieblaue24" und führt aus: "Dass sich der Berater, egal gegen den Spieler oder Verein, so äußert – deswegen ist das Thema beendet. Fertig! Wenn sich einer öffentlich gegen unseren Sport-Geschäftsführer stellt, ist es vorbei."

   

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