1860 München geht in Topform, aber ohne Guttau ins Topspiel

Vier Siege in Folge haben den TSV 1860 München in ruhiges Fahrwasser geleitet. Trotzdem steht Cheftrainer Argirios Giannikis mit seiner Mannschaft noch nicht da, wo er stehen möchte. Im Topspiel gegen den SSV Ulm 1846 (Samstag, 14 Uhr) fehlt allerdings ein Mann in Topform, nämlich Julian Guttau.

Auch Reinthaler fällt aus

Fünf Scorerpunkte sammelte Julian Guttau in den letzten vier Spielen, die den TSV 1860 regelrecht auf einen Siegeszug befördert haben. Nun fehlt der 24-jährige Offensivspieler ausgerechnet im Topspiel gegen Ulm. "Er ist immer noch fiebrig", berichtete Cheftrainer Argirios Giannikis dahingehend in der Spieltags-Pressekonferenz, dass an einen Einsatz nicht zu denken ist. Auch Innenverteidiger Max Reinthaler, der zuletzt zur defensiven Stabilität beigetragen hat, fällt wegen einer leichten Innenbandverletzung vorerst aus.

Immerhin die gute Nachricht: mit Leroy Kwadwo und Jesper Verlaat trainierten zwei Akteure zuletzt erkrankte wieder uneingeschränkt mit. Doch welchen Einfluss nehmen die Ausfälle auf den erfolgreichen Lauf von Giannikis? "Die gemeinschaftliche Arbeit auf dem Platz ist das, was im Moment ausschlaggebend ist", vermutete der Cheftrainer. Somit mache sich der 43-Jährige keine Sorgen, dass andere Spieler die freien Stellen nicht genauso ausfüllen könnten. Gerade in der Offensive: "Wir haben unterschiedliche Optionen und Spielertypen. Serhat-Semih Güler oder Eroll Zejnullahu. Wir könnten auch mit zwei Spitzen oder mit einem Zehner."

"Es hat sich nicht viel verändert"

Weitere Folgen einer Grippewelle scheinen sich auf Giesings Höhen nicht abzuzeichnen. "Sicherlich möchte man lieber 'Full House' haben, aber das ist kein Wunschkonzert", kündigte Giannikis an, dass er in Lösungen statt in Problemen denken wird. Bislang war dem 43-Jährigen in dieser Richtung einiges gelungen, sind die Löwen doch noch ungeschlagen. Blicken die Sechzger gar schon weiter? "Es hat sich nicht viel verändert", bremste Giannikis die Euphorie aus. "Wir sind immer noch nicht da, wo wir sein wollen. Das Ziel ist nach wie vor die Punkte zu sammeln, die den Klassenerhalt gewährleisten."

Zumal mit Ulm ein schwieriger Gegner vor der Tür steht. "Sie sind das zweitbeste Auswärtsteam. Sie haben mit die höchste Pressingintensität und kämpfen den Ball nach Verlusten schnell zurück", überschlug Giannikis grob die Einschätzung zum Gegner. Dass sich die Löwen angesichts ihrer bisherigen Erfolgsserie nicht verstecken müssen, schien klar. "Das wird ein Spiel zweier Mannschaften, die gut in Form sind. Das wird sehr interessant", so der Cheftrainer. Ohne den Top-Mann der letzten Spiele umso interessanter.

   
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