Magdeburg: Herbstmeisterschaft, neues Saisonziel, beides?

Nach dem Durchbrechen der 40-Punkte-Marke ist der 1. FC Magdeburg vor den anstehenden Heimspielen gegen Lotte und Großaspach auf der Jagd nach weiteren Rekorden. Es winken inoffizielle Titel und neue Saisonziele.

Heimbilanz gegen Lotte und Großaspach makellos

Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass es für den 1. FC Magdeburg in diesem Drittliga-Jahr keine Serien mehr zu durchbrechen gilt. In der Tat zeigten sich die Elbestädter in dieser Saison immer dann besonders willensstark und angespornt, wenn es eine Statistik zu widerlegen galt, die den Härtel-Schützlingen schon im Vorfeld Steine in den gedanklichen Weg legen wollte. So gewann der momentane Tabellenzweite in Köln und Osnabrück, wo er in der 3. Liga bislang nie was bestellen konnte. Am vergangenen Wochenende ließen die Blau-Weißen in Chemnitz den ersten Auswärtssieg seit über 25 Jahren folgen.

Die doppelte Motivationshilfe ist für die Heimspiele gegen Lotte und Großaspach allerdings abgeschrieben, schließlich sah man in den bisherigen Begegnungen gegen die beiden Kontrahenten in der MDCC-Arena immer gut aus, was bei einer Bilanz von ingesamt nur drei Spielen (drei Siege) allerdings auch kein allzu großes Kunststück ist. Aus der an Anreizen nicht armen Konstellation der beiden kommenden Heimspiele wird allerdings jeder FCM-Kicker seine Extraportion Motivation schöpfen. Schließlich winkt der Elf von Cheftrainer Jens Härtel bereits beim Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte (Freitag, 19 Uhr) die vorzeitige Tabellenführung, die gar einen Tag darauf vom Sofa aus beim Heimspiel des SC Paderborn gegen Fortuna Köln (Samstag, 14 Uhr) in die inoffizielle Herbstmeisterschaft veredelt werden könnte.

Erarbeitet sich die Mannschaft ein neues Saisonziel?

Nur eine Woche darauf könnten sich die Sachsen-Anhalter im Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach eine Ausgangsposition erarbeiten, um das offizielle Saisonziel von 45 Punkten zu überschreiten. Viel wirkungsvoller als der theoretische Klassenerhalt strahlt dann allerdings nach außen, dass sich die Vereinsführung im Zuge des sportlichen Erfolgs frühzeitig zum Aufstieg als neuen Saisonziel bekennen sollte. Überlegungen diesbezüglich stellte Geschäftsführer Mario Kallnik bereits im Sommer an.

Dass die Uhren vereinsintern ob des sportlichen Erfolgs unlängst schon auf ein ambitionierteres Ziel gestellt wurden, ist reine Vermutung, darf aber als Lehre aus dem vergangenen Jahr als gewiss angenommen werden. In der Saison 2016/17 hangelte sich der 1. FC Magdeburg nach dem Erreichen der 45-Punkte-Marke schier uncouragiert im Fünf-Punkte-Rhythmus von einem Saisonziel zum nächsten, statt sich frühzeitig selbstbewusst zum Kampf um den Aufstieg zu bekennen.

Gute Ausgangslage für Neuzugänge in der Winterpause

Dank der 40 Zähler in diesem Jahr – 2016/17 stand der 1. FCM nach 18. Spieltagen mit 30 Punkten auf dem dritten Rang – kann der Club mit einem mutig nach außen kommunizierten Plan auch in Sachen Winterpausentransfers eine deutlich selbstbewusstere Linie fahren. Die Stärkung durch einzelne Neuzugänge sollte den Magdeburgern wichtige Impulse für den Rückrundenstart geben.

Der kurzfristige Effekt der beiden kommenden Heimspiele gegen Lotte und Großaspach hat für das Anheizen der Euphorie in der Stadt große Bedeutung. Unweit wichtiger ist jedoch die mittelfristige Perspektive im Anschluss der beiden Begegnungen.

   
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