10. Februar 2016 um 10:24 Uhr

Einspruch! 1. FC Magdeburg will DFB-Urteil nicht akzeptieren

Von
© imago/Schroedter

© imago/Schroedter

Der 1. FC Magdeburg will das am Dienstag verhängte Rekord-Urteil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) “in der jetzigen Form (…) nicht akzeptieren”, sagte FCM-Sportchef Mario Kallnik der “Volksstimme“. Daher wird der Club am Mittwoch fristgerecht Einspruch einlegen. Offen ist noch, ob es direkt zu einer Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht in Frankfurt kommt.

Pyrotechnik, Leuchtraketen und Innenraum-Sturm

40.000 Euro Geldstrafe sowie ein Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung: Dies ist das Urteil, das der DFB am Dienstag gegen den Aufsteiger verhängte. Auslöser war das unsportliche Verhalten der eigenen Fans in mehreren Fällen: Bei den Heimspielen gegen Wiesbaden und Mainz zündeten einige Anhänger Pyrotechnik und provozierten gegen Wehen somit eine sechsminütige Spielunterbrechung. Beim Spiel in Dresden feuerten Chaoten Leuchtraketen in Dresdner-Blöcke, wodurch ein Fan leicht verletzt worden ist. In Großaspach leisteten sich vermeintliche Fans am 21. November gleich mehrere Fehltritte: Neben dem Überrennen der Einlasskontrollen sowie dem Werfen von Gegenständen wurde vor allem der Innenraum-Sturm sowie das Attackieren von Ordnern in Schlussphase sanktioniert. Allein für diese Vorfälle wurden 20.000 Euro fällig.

Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht möglich

Auch wenn die Strafen laut Kallnik an sich nachvollziehbar seien, gebe es noch Klärungsbedarf: “Es kann nicht sein, dass wir auch für Dinge außerhalb des Stadions verantwortlich gemacht werden sollen. Dafür ist der FCM nicht zuständig”, spielt der 41-Jährige auf einen Teil der Vorfälle in Großaspach an. Um dem DFB seine Sicht der Dinge mitteilen zu können, hat Vize-Präsident und Rechtsexperte Hagen Hoffmann laut der “Volksstimme” einen Einspruch formuliert, der am Mittwoch beim DFB eingehen soll. Dann entscheide der Verband, ob eine einfache Stellungnahme reiche oder ob es direkt zu einer mündlichen Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht in Frankfurt komme.

Magdeburg ist angezählt

Ob Chancen auf eine Minderung des Strafmaßes gegeben sind, ist fraglich. Dass der DFB von seinem Urteil kaum abweichen dürfte, weiß man auch in Magdeburg. Denn durch den auf Bewährung verhängten Zuschauer-Teilausschluss ist der FCM nun angezählt worden und darf sich in den kommenden zehn Monaten keinen “schwerwiegenden Wiederholungsfall” leisten. Kommt es doch dazu, muss Club ein Heimspiel ohne seine Stimmungstribüne auskommen und darf sich zudem einer weiteren, horrenden Geldstrafe sicher sein. Dann hilft auch kein Einspruch mehr.

 

.

  • Fritz

    Wenn von sogenannten “Fans” derart viel Mist gemacht hat, sollte nicht nur der entsprechende Verein, sondern auch die Personen im Vorstand und im Management bestraft werden, die ein solch asoziales Verhalten auch noch verteidigen und sich gegen die verhängte Strafe zur Wehr setzen. Das ist ein ganz mieser Führungsstil !

  • dd1953

    @Und? Was hast du für ein Problem, Tuppes? Weil ein paar den Stinkefinger o.ä. zeigen, darf man ihm (oder Unbeteiligten) ne Rakete an den Kopp schießen? Leg dich wieder hin (um mit den Worten des HFClers zusprechen: BAUER)

    • Und?

      Der Stinkefinger erfüllt den Straftatbestand der Beleidigung. Die Strafe für die Raketenschießer ist mehr als berechtigt, aber ihr dürft genausowenig davonkommen. Beide Seiten gehören bestraft

  • Und?

    Wieso bekommen eigentlich die Fahrradleuchten für die Provokationen aus ihrem Block heraus keine Strafe? Haben die Narrenfreiheit?

  • Titus

    Schon recht fragwürdiges Verhalten von Kallnik. Sind die Fans friedlich und bieten eine super Show, sonnt man sich in deren Glanz (sicher auch zu recht). Kommt die andere Seite zum Vorschein will man damit nichts zu tun haben. Kallnik müsste langsam begreifen, das man nicht nur die schönen Dinge im leben haben kann, man muss sich auch den anderen stellen.

    • muehle

      Einfach schweigen, wenn man keine Ahnung hat und nicht im Detail steckt! Es geht dem Mario Kallnik lediglich darum, daß differenziert wird zwischen Ausschreitungen, die auch bestraft werden müssen, und kontrolliertem pyrotechnischen Einsatz im Rahmen einer Choreografie, wie bei den genannten Heimspielen. Es geht darum, dass es nicht sein kann, daß pauschal verurteilt wird, alles in einen Topf geworfen wird…nur wenn differenziert wird, kann auch der Club eingreifen, die Schuldigen in die Verantwortung nehmen und Präventionen einleiten. Die Pauschalverurteilung einer euphorischen Fankultur, provoziert, daß Randale und Gewalt nicht mehr von Fussballeuphorie unterschieden wird! Blau weisse Grüsse

  • Ahnungsloser

    Kann man nicht jedem seinen Spaß lassen?
    Mensch… WIR SCHAFFEN DAS SCHON!!!

  • Olli K.

    Wundert mich eigentlich wirklich, dass der das nicht akzeptieren will.
    War schon bei vorangegangenen Wortmeldungen fernab jeder Realität.

    • Olli K.

      … nicht wirklich…. -

  • http://- HFC-Fan

    Anstatt sich über die hohe Straße zu beschweren, sollte der FCM lieber nachdenken, wie er diese Idioten in den Griff bekommt. Bei keinem anderem Verein leisten sich die “Fans” solche drastischen Fehltritte. Aber das ist man von den “Bauern” ja auch gewohnt.

    • PeterPlys

      Genau! Beschießen die eigenen Spieler mit Raketen, weil die das Landespokalfinale verlieren…
      Ach ne, das waren ja andere.
      Wer im Glashaus sitzt…

  • PeterPlys

    Kannst du das auch irgendwie begründen ? Oder bleibt das alles, was du zu dem Thema hier schreibst ? Echt armselig gehst du VORAN…

  • abc

    Kallnik geht den sogenannten FCM Fans mit gutem Beispiel vorran. Armselig

    • Fazzo

      ach abc …iss nich so dein ding mit das den deutsch seiner – üb lieber erstmal das kleine einmaleins ;) und allen anderen A….nasen aus Gülle und Hallackistan sei gesagt: Füsse still halten und an die selbige im Gesicht fassen – die ist ja lang genug bei Euch :D

LiveZilla Live Chat Software