20. November 2014 um 12:03 Uhr

DFB-Vizepräsident bringt zweigleisige 3. Liga ins Gespräch

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© Flohre

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Die Dritte Liga ist in den Augen vieler Beobachter und Anhänger so attraktiv wie noch nie. Mit Vereinen wie Dynamo Dresden, Arminia Bielefeld, Hansa Rostock und dem MSV Duisburg (um nur einige zu nennen) ist die Liga prominent besetzt, mit 167 Millionen Euro verzeichnete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in der Saison 2013/2014 einen Rekordumsatz.  Dennoch wird aktuell von einem kleinen Kreis über eine Reform der dritthöchsten Spielklasse diskutiert: Die Dritte Liga soll in zwei Staffeln aufgespalten werden. Der Anstoß zu dieser Überlegung kommt aus der Regionalliga West. Dies berichtete die “Sportbild” in ihrer Mittwochsausgabe. Vor allem bei der mit vielen ruhmreichen Klubs gespickten Staffel ist es vielen ein Dorn im Auge, dass selbst die Staffelsieger keine Garantie auf den Aufstieg haben, sondern sich erst in der Relegation gegen einen anderen Verein durchsetzen müssen.

Rainer Koch: Reform der Dritten oder vierten Liga notwendig

Die zweigeteilte Liga ist ein Alternativvorschlag zu der Rückkehr zu drei Regionalliga-Staffeln, in der jeweils der Sieger direkt aufsteigt. Neben einigen Vereinsvertretern spricht sich auch der süddeutsche Fußballverband um Präsident und DFB-Vizepräsident Rainer Koch für eine Zweiteilung aus. Sollte dies nicht umsetzbar sein, so müsse die Regionalliga in vier Staffeln mit vier Aufsteigern aufgeteilt werden. Dies würde automatisch vier Absteiger aus der Dritten Liga bedeuten. Doch diese Idee stößt nicht überall auf Gegenliebe: “Von einer zweigleisigen 3. Liga halte ich nichts. Die 3. Liga hat sich in dieser Form bewährt, sie ist attraktiv”, sagte DFL-Vizepräsident Peter Peters gegenüber der Zeitschrift.

Peter Peters: Noch weniger Geld für Vereine

“Der DFB sollte nur über eine Umverteilung seiner TV-Gelder zugunsten der 3. Liga nachdenken. Würde man eine zweigleisige 3. Liga einführen, müsste das wenige TV-Geld auf noch mehr Vereine aufgeteilt werden. Erst am Mittwoch wurde der Vertrag zwischen der ARD und Verband bis 2018 verlängert. Pro Jahr erhält jeder Drittligist (zweite Mannschaften ausgenommen) rund 750.000 Euro. Eine mögliche Reform der Ligen würde frühestens im November 2016 beim DFB-Bundestag in Erfurt beschlossen werden können.

Kommentar: Pro und Contra einer Ligareform

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  • P.Schmidt

    Nonsens!
    Wenn die 4.Liga so nicht funktionert, dann muss man die 3.Liga nicht teilen. Auch wenn eine zweigleisige 3.Liga ihre Vorzüge hat.
    Die Verbände haben jetzt schon Mühe, ihre RL-Staffeln voll zu bekommen. Bei 2 dritten Ligen, würden man ihnen weitere 16 oder gar 20 Mannschaften entziehen.
    Wenn man sich bei der letzten Reform nicht von den Bayern übern den Tisch hätte ziehen lassen, dann könnte man die 4-gleisige RL mit 4 direkten Auf- und Absteigern zur 3.Liga, schon längst haben. Das man mit dieser Reform auf die Schnauze fliegen würde, war von vorneherein völlig klar.
    Aber selbst wenn man sich jetzt dazu entschließen sollte, die Einteilung wird alles andere als einfach.
    Ich wäre für 3 Ligen, nur anders aufgeteilt, als vorher: RL Nord und West werden zur RL Nord, RL Südwest und Bayern zur RL Süd, der Osten behält seine eigene Liga. Die drei Meister steigen direkt auf, die beiden Vize aus den stärkeren Süd- und Nordstaffeln ermitteln den 4 Aufsteiger. Die Ligen wären einigermaßen interessant und mit dieser Aufstiegsregelung auch sportlich interessant.

  • saarland

    Hans Werner die regio südwest hat deshalb 2 relgationsplätze weil ihr 11 verbände angehöhren

  • tosch

    Was soll der Unfug mit dieser Reform? Kam man denn nicht 2008 aus der Zweigleisigkeit in der 3.Liga zusammen?

    “Vor allem bei der mit vielen ruhmreichen Klubs gespickten Staffel ist es vielen ein Dorn im Auge, dass selbst die Staffelsieger keine Garantie auf den Aufstieg haben, sondern sich erst in der Relegation gegen einen anderen Verein durchsetzen müssen.”

    Da haben wir es doch. Nur weil sich in der Regio West der ein oder andere Traditionsverein mehr tummelt, muss nun die Liga so reformiert werden, dass auch jaaa jeder von denen garantiert aufsteigen kann?! Ich finde, in der nächsthöheren Liga zu spielen muss immer eine Belohnung für durchgehend gute Leistung eines Vereins sein. Dann muss eben trotz Tabellenführung der Staffel schlussendlich noch die Relegation gewonnen werden. Dafür winkt der Aufstieg. Ist doch im absoluten Oberhaus Champions League auch nicht anders, schaut doch nur was alles durchgespielt werden muss ehe da mal ein Sieger feststeht. 1. Qualifikation für die Qualifikation durch nationalen Tabellenplatz 2. Qualifikation für Gruppenphase 3. Gruppenphase 4. Hin-und Rückspiel in jeder K.O. Runde usw.usf.

    Der Vergleich mag hinken und ich weiß das auch, aber Aufsteiger bzw. Sieger wird eben nur wer auch am Ende das meiste bzw. alles gewonnen hat. Meine Meinung.

  • ronry

    Zuerst sollten die Herrschaften ” Macher ” des DFB im siebenten Spieljahr seit Gründung von Liga 3 es endlich gebacken bekommen, einen Ligasponsor zu bringen und so die Ertragssituation der Vereine in Liga 3 mit zu verbessern. Rekordumsätze sind ja gut und schön – sagen aber nichts darüber aus, was den Vereinen unter dem Strich wirklich bleibt. Die Mehrheit hat seit Gründung der Liga immer wieder negative Jahresabschlüsse oder stoppelt sich mit riesem Aufwand Jahr für Jahr die Lizenz zusammen. Und hier kommen immer wieder diese Spinner um die Ecke und wollen jedes Jahr etwas anderes reformieren, weil einige gutbetuchte und einflussreiche Verbände ihre Interessen durchsetzen wollen.

    • tosch

      Sehe ich genauso. Erst mal die ohnehin knabbernde 3. Liga mit nem hauptsponsor stärken bevor wieder alles zerschlagen und rumgewurschtelt wird.

      Btw.: Kommentieren Sie nicht auch immer auf der Thüringer Allgemeinen? ;)

  • 1906

    Für mich die beste Lösung:
    2.Liga: 20 Teams – 3 Aufsteiger, 4 Absteiger (17.=Releg.)
    3.Liga: 20 Teams – 4 Aufsteiger (4.=Releg.), 4 Absteiger.
    4×4.Liga: je 1 Aufsteiger, 3 Absteiger – keine Relegation!

    Mannschaften aus der 2.LIga kann man ruhig ein paar Spiele mehr zumuten…

  • 7oBs

    @Hans Werner

    Die Regio Südwest hat die meisten und größten Verbände in einer Regionalliga, deshalb steigen 2 auf bzw. kommen in die Relegation…

    Die sollen die 3. liga so lassen und schauen, daqss dort die Vereine mehr Geld erhalten, damit die Lücke zur 2. Liga nicht so groß ist…Einfach 4 Regio`s, Nord/West/Ost/Süd und 4 direkte Auf- und Absteiger… Damit wäre jedem geholfen…!

    • Hans Werner

      Das weiß ich auch. Ist aber ein vorgeschobenes Argument. Wie dem auch sei… Als Meister muss man aufsteigen!

  • Hans Werner

    @1905er

    Genau richtig! Es wäre so einfach gewesen, wenn die Bayern nicht wieder eine Extrawurst bekommen hätten (oder auf Grund ihrer Macht innerhalb des DFB sich einfach selber genommen hätten). Warum braucht Bayern eine eigene Regionalliga und warum hat die RL-Südwest zwei Relegationsplätze, obwohl die Regionalliga West die eindeutig stärkere ist?!

  • 1905er

    Alle Jahre wieder….oder– und täglich grüßt das Murmeltier.

    Was soll der Blödsinn jetzt schon wieder ? Eine zweiggleisige dritte Liga wäre der sichere Tod dieser Liga und der Vereine. Eine Reform muss in erster Linie in der Regionallliga stattfinden. Und wenn es dadurch vier Absteiger aus der dritten Liga gibt, dann ist das eben so !
    Jede Mannschaft hat 38 Spieltage Zeit, seine Ziele zu erreichen.

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