Zwickau nach Klatsche geschockt: "Hat nichts mit 3. Liga zu tun"

Was für ein bitterer Nachmittag für den FSV Zwickau! Die Schwäne kassierten bei der SV Elversberg eine 0:5-Klatsche und zeigten sich nicht drittligareif. Auch wenn das Team einige Ausfälle zu verkraften hatte, gingen Trainer Joe Enochs und Davy Frick mit der Mannschaft hart ins Gericht. Am Ende des Spieltags könnten die Westsachsen auf einem Abstiegsplatz stehen.

"Wir waren bodenlos"

Mit Dominic Baumann und Ronny König fehlten dem FSV zwei wichtige Säulen in der Offensive. Auch Mittelfeldspieler Maximilian Janßen musste aussetzen. Klar, diese Spieler sind nicht zu ersetzen. Dennoch war Trainer Joe Enochs während und auch nach der Partie über die Leistung seiner Mannen mittelschwer entsetzt. "Es waren zwei Klassen Unterschied. Wir können zur Halbzeit noch höher zurückliegen", sagte der gebürtige Kalifornier bei "MagentaSport".

Auch Davy Frick, seit über elf Jahren im Klub und Identifikationsfigur, war bedient: "Wir waren bodenlos. Das hat nichts mit 3. Liga zu tun. In allen Bereichen", sparte der 32-jährige Innenverteidiger nicht an Kritik. "Wir kamen immer einen Schritt zu spät. Wenn man es ihnen so anbietet, verliert man zurecht mit 0:5. Wir müssen uns auch bei den Fans entschuldigen. So kann es nicht weitergehen. Das war richtig Scheiße", meinte Frick.

"Alle müssen sich hinterfragen"

Von Beginn an liefen die Westsachsen der Musik hinterher. Jannik Rochelt (8.), Manuel Feil (31.), Luca Schnellbacher (53./56.) und Valdrin Mustafa (85.) sorgten für das klare Ergebnis. Dabei hielt FSV-Schlussmann Johannes Brinkies nach 23 Minuten sogar noch einen Elfmeter von Mustafa. "Wir müssen gestehen, dass es auch höher hätte ausfallen können", so Enochs. Auch Frick teilte die Ansicht, dass die Packung auch noch heftiger hätte ausfallen können: "Das heute war nicht Zwickau-like." Alle müssten sich "hinterfragen. Aber wir werden nicht auseinander fallen", versprach er.

Nach dem 3:2-Sieg zum Auftakt gegen den Halleschen FC setzte es nun drei Niederlagen in Folge. In keinem der Spiele erzielten die Zwickauer ein Tor. "Wir müssen dahin zurückkommen, was uns stark gemacht hat", forderte der Coach. Man müsse kompakt stehen, Druck auf den Ball machen. Jeder solle für den anderen laufen, kämpfen und beißen. "Wenn vier oder fünf Stammspieler fehlen, ist es schwer zu kompensieren." Aber die Spieler hätten "die Erfahrung in der Liga. Es ist ein klarer Abfall bei uns, aber wir können nicht Geld drucken", erklärte Enochs, dass es nicht so leicht wird, noch einmal Verstärkung auf dem Transfermarkt zu holen.

Nun gegen Bayreuth

Man müsse dieses Spiel im Saarland "jetzt sacken lassen. Wir werden das knallhart analysieren. Wir müssen unsere Fehler abstellen". Zeit, um an den Mängeln zu arbeiten, gibt es nun reichlich. Erst am Montag in einer Woche ist der FSV wieder gefordert, hat dann ein Heimspiel gegen die SpVgg Bayreuth. "Wir müssen den vollen Fokus auf Fußball legen. Wenn wir das tun, sind wir eine ordentliche Mannschaft. Wenn nicht, dann sieht das so aus", sagte Enochs. Und eine erneute Niederlage würde die Stimmung weiter dämpfen. "Es geht ums Überleben", so der FSV-Coach.

   
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