Zwei Tore nicht gegeben: 1860 hadert mit dem Schiedsrichter

Der TSV 1860 München wartet nach dem 0:0 gegen den SV Meppen weiter auf den zweiten Saisonsieg. Dabei waren die Löwen gegen den SVM über weite Strecken die bessere Mannschaft und brachten den Ball auch zweimal im Tor unter, doch Schiedsrichter Benedikt Kempkes verwehrte beiden Treffern die Anerkennung – sehr zum Ärger der Gastgeber.

Bierofka reagiert mit Sarkasmus

37 Minuten waren gespielt, als der TSV 1860 einen Freistoß in den Strafraum brachte. Dort setzte der Ball auf und fand den Weg zu Timo Gebhart, der bei seinem Startelf-Debüt ("Fühlte sich gut an") am zweiten Pfosten freistehend einköpfte. Der Jubel über seinen Treffer währte allerdings nur kurz, denn das Schiedsrichter-Gespannt um Benedikt Kempkes entschied nach einem Zusammenprall zwischen Sascha Mölders und Meppens Keeper Erik Domaschke auf Foul und gab den Treffer nicht. Sehr zum Unverständnis von Trainer Daniel Bierofka: "Da weiß ich nicht, was er pfeift." Auch Gebhart meinte: "Mein Tor war weder Foul noch Abseits".

Nur acht Zeigerumdrehungen köpfte Aaron Berzel den Ball nach einem Wein-Freistoß erneut ein, doch wieder pfiff der Unparteiische die Szene ab. Dieses Mal soll eine Abseitsstellung vorgelegen haben. "Selbst in Zeitlupe kann man die Abseitsposition nicht erkennen", schimpfte Bierofka. In der Tat schien es eher gleiche Höhe gewesen zu sein. "Wenn das der Linienrichter gesehen hat, dann muss ich ihm dazu gratulieren", meinte der Löwen-Coach mit ein wenig Sarkasmus.

"Müssen uns an die eigene Nase fassen"

Doch so groß der Frust über die beiden nicht gegebenen Treffer auch war: Am Schiedsrichter wollte der Löwen-Coach den verpassten zweiten Saisonsieg nicht fest machen: "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, weil wir die Torchancen nicht verwertet haben. Entsprechend müssen wir daran arbeiten", analysierte Bierofka.

Ähnlich sah es auch Berzel: "Wir müssen uns aber vorne einfach belohnen, unsere Konter besser ausspielen." Einen Vorwurf könne man seiner Mannschaft aber dennoch nicht machen, befand der 27-Jährige: "Wir sind bis an unsere Leistungsgrenze gegangen." Zeitgleich haben die Löwen nach fünf Spielen jedoch erst fünf Punkte auf dem Konto und belegen damit nur den 14. Tabellenplatz. "Jetzt müssen wir halt auswärts was holen", richtete Berzel die Blicke bereits auf das kommende Wochenende. Dann gastiert Sechzig beim 1. FC Magdeburg (Samstag, 14 Uhr).

 

   
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