Zuschauer-Rückkehr in der 3. Liga: Das haben DFB und Klubs beraten

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Ergebnisse einer Videokonferenz mit den 20 Drittligisten zur Thematik rund um eine Rückkehr der Zuschauer in die Stadien kommuniziert. Bei dem Austausch sind demnach konstruktive Inhalte besprochen worden, die Verfügungslage – und damit wohl auch das Meinungsbild der Vereine – würde sich je nach Standort aber "deutlich unterscheiden".

"Gemeinsame und tragfähige Lösung"

Steh- und Gästeplatze in der 1. und 2. Bundesliga wird es vor dem 31. Oktober nicht geben, das hat die DFL unlängst beschlossen. Zudem zeigte sich die Politik skeptisch, ob nach derzeitiger Entwicklungslage der Corona-Pandemie überhaupt Zuschauer zugelassen werden können. Wie sehen es die 20 Drittliga-Vereine? Dieses Meinungsbild holte sich der DFB in einer Videokonferenz mit allen Klubs ein – zu Themen wie "Maßnahmen im Bereich des Ticketings zur Sicherstellung der Nachverfolgung von Infektionswegen im Sonderspielbetrieb, Gästekontingente, Stehplätze, Alkoholausschank, Abstandsregelungen und Mund-Nasen-Schutz."

Unabhängig davon bleibt das grundlegende Ziel, eine "Eindämmung der Pandemie" und gleichzeitig eine "Sicherstellung des Spielbetriebs" zu schaffen. Im konstruktiven Austausch mit den Vereinen wurde dabei deutlich, dass sich die Voraussetzungen der einzelnen Standorte stark unterscheiden. Unterschiedliche Handhabungen der Situation schließt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth aber nahezu aus: "Die Ergebnisse der gestrigen Gesundheitsministerkonferenz haben gezeigt, dass wir gut beraten sind, auf der Basis unseres Hygienekonzepts für den deutschen Fußball gemeinsame und tragfähige Lösungen zu finden."

Erste Vereinbarung mit Vereinen

Notwendige statuarische Veränderungen in Hinsicht auf die Nachverfolgung von Infektionsketten wurden bereits jetzt mit den Drittligisten vereinbart. Eine Rückkehr von Zuschauern – in welcher Form auch immer sie möglich wird – bleibt das Anliegen des DFB, wie auch Tom Eilers als Vorsitzender des Drittliga-Ausschusses betont: "Es bleibt unser übergeordnetes Interesse, wieder Menschen in die Stadien zu bringen. Die Fans sind ein elementarer Bestandteil für den Sport und gerade in der 3. Liga sind auch die Zuschauereinnahmen von enormer Bedeutung." Aufgrund der steigenden Infektionszahlen ist man dazu in einer "großen Verantwortung".

Was heißt das nun für die 3. Liga? Entschieden ist eine Rückkehr der Zuschauer noch nicht, weder positiv noch negativ. Der DFB und die Drittliga-Klubs können nur eine "optimale Vorbereitung auf die behördlichen Verfügungslagen" schaffen. Dahingehend sieht Eilers – so unterschiedlich die Voraussetzungen für die Klubs sind – die 3. Liga auf einem guten Weg: "Der Austausch hat gezeigt, dass die Klubs vor Ort sehr sorgfältig und intensiv mit den zuständigen Behörden genehmigungsfähige Zuschauerkonzepte unter Berücksichtigung der jeweiligen Pandemielage erarbeiten." Die nächste Managertagung folgt am 25. August.

   
  • Ein Hallenser

    Also der Freymuth wieder, unterschiedliche Handhabungen sollte es in Liga 3 nicht geben. Will heißen wenn irgend ein Gesundheitsamt, Kommune oder Bundesland keine Zuschauer zu lässt, dürfen woanders auch keine Zuschauer rein.

    Mmhhhh, das hat sich im Mai noch ganz anders angehört. Da hat man keine Rücksicht auf regionale Besonderheiten genommen. Können die Herren vom DFB nicht Mal bei einer Linie bleiben.

    Ich glaube übrigens, dass die Politik unterhalb der ersten beiden Ligen Zuschauer bei entsprechendem Hygienekonzept zu lassen wird. Wir reden ja hier größtenteils um 2 bis 4 Tausend Zuschauer. Da kann man gleich schauen ob das ganze Funktionieren kann.

  • Stephan

    Die vermeintliche Beteiligung der Drittligisten bzw. die Einholung eines Meinungsbildes zur Erarbeitung einer zufriedenstellenden Lösung ist meines Erachtens ohnehin – wie auch nicht anders zu erwarten – nur vorgeschoben.
    Man wird sich unweigerlich an den Vorgaben der DFL orientieren und dann wieder auf die Politik verweisen.
    Die bereits jetzt zu Tage tretende Haltung, keine regionalen Unterschiede berücksichtigen zu können (wollen), zeigt die Einstellung dieser Herren. Sämtliche Bemühungen der Vereine werden ins Leere laufen …

    • Oliver

      Eigentlich sollte sich unsere dezentrale Politik gerade in dieser "Pandemie" auszeichnen. ich komme aus einem Landstrich, wo wir sie Wochen keine "Infektionen" haben. Trotzdem müssen wir immer noch dem Irrsinn folgen und eine Maske tragen, die alles abhält, nur keinen Virus :)) Der Wahnsinn ist halt grenzenlos.

    • DM von 1907

      Eine bundeseinheitliche 3. Liga kann nicht nach unterschiedlichen regionalen Vorgaben spielen. So etwas funktioniert nur auf der Ebene der Landesverbände, also ab Regionalliga abwärts.

      Die Mehrzahl der auf Corona positiv getesteten Spieler in Liga 3 kommt derzeit aus Landstrichen, die "seit Wochen keine Infektionen haben." Leider hält sich dieses Virus nicht an Landesgrenzen, und wir können froh sein, wenn die Saison 2020/21 überhaupt zuendegespielt werden kann. Zu früh geforderte Zuschauerbeteiligung würde unweigerlich und schnell in einen neuen Lockdown münden.

      • Daniel M.

        Kann ich nicht unwidersprochen einstehen lassen.
        Die 3. Liga soll nicht nach unterschiedlichen Vorgaben spielen, sondern entsprechend Zuschauer zulassen. Das geht sehr wohl. Die Aussage zu den positiven Spielern ist falsch. Bitte informieren!
        Innerhalb von Landesgrenzen gibt es stark unterschiedliche Fallzahlen. Also gibt es da Zusammenhänge. Für einen wiederholten Lockdown gibt es keinerlei Begründungen. Ganz gleich, wieviel Infizierte es geben würde.

      • DM von 1907

        Für einen wiederholten Lockdown gibt es keinerlei Begründungen. Ganz gleich, wieviel Infizierte es geben würde.

        Diese Aussage ist ein Widerspruch in sich! Wir dürfen ja nicht grenzenlos über Leichen gehen! Wenn die Zahl der Infektionen zu sehr ansteigen würde, wäre ein zweiter Lockdown unausweichlich. Also müssen wir im Bereich Prävention alles dafür tun, um das zu vermeiden. Die Einzelheiten dazu sind hundertmal beschrieben.

      • Daniel M.

        Hundertmal beschrieben und größtenteils unnötig. Ein signifikanter Anstieg an Todesfällen hat es bisher, zum Glück, nicht gegeben. Das ist auch nicht zu erwarten. Maske und Abstand ist völlig ausreichend.

      • Torsten

        Dann geh auf ins stadion,oder auf ne anti corona demo….un dann geh zu mama oder zu oma…dann heulst du zuerst,wenn du jemand angesteckt,und der das nicht überlebt hat….kleiner hinweis..mittlerweile sind 750.000 menschen am virus verstorben.

      • Daniel M.

        Ins Stadion darf ich ja nicht. Das ist ja das Problem. Auf Demos geh ich nicht. Ist mir auch nicht bekannt, dass dort ein höheres Infektionsrisiko für tödliche Krankheiten besteht.
        Sollte ich jemanden mit einer tödlichen Krankheit anstecken, wäre ich wirklich sehr traurig. Dieses Risiko liegt glücklicherweise im unteren Promille-Bereich.

  • Oliver

    Diese von den Medien herbei geschriebene "Pandemie", macht langsam alle Leute verrückt. Aber das Thema will ich gar nicht zu tief hier beleuchten. Ist der falsche Platz dafür . Aber denkt mal darüber nach, im Flieger dürfen wir Wange an Wange sitzen, in den Urlaub über Stunden zusammen verreisen oder in der S-U-Bahn zur Arbeit fahren. Alles kein Problem. Aber draussen, in offenen Stadien ist es nicht zu verantworten ? Findet jemand den Fehler ?

    • Martina Lorenz

      von den Medien herbeigschrieben??? Und das große Problem sind doch die die An- und Abreise

      Wie soll das geregelt werden?

      • Oliver

        Auswärtsfans müssen leider die erste Zeit zuhause bleiben. Obwohl, wie gesagt, wenn wir alle im Flieger sitzen, ist das kein Problem. Darum , finde den Fehler.

      • Martina Lorenz

        Im Flieger sitzen keine 10.000 Menschen……und die Verbreitung bei Massenveranstaltungen war leider meist sehr hoch…

      • Oliver

        Was ist denn das für eine Argument ? Gerade im Flieger sitzen Menschen aus allen Teiler der BRD oder dem Ausland. Sie verbleiben ja nicht im luftleeren Raum nach hier Reise. sonder kehren wieder zurück an ihren Wirkungsstätten. Ergo, ist die Gefahr der möglichen Verteilung viel, viel höher. Immer in de rannähme man glaubt an die grosse Gefahr des Corona-Virus. Kennen sie eigentlich einen Toten persönlich, der dann gestorben ist ? Und bitte nicht die Oma mit 89 von Nebenan nennen.

      • DM von 1907

        Von den Medien "herbeigeschrieben" ist hier gar nichts, aber die Fakten werden von diversen Verschwörungstheoretikern hinweggeschrieben. Die Statistiken über die Todesfälle sind belastbar, und in jedem Fall ist ein Todesschein ausgestellt worden. Die Oma von nebenan hat auch dann ein Recht zu leben, wenn sie alt ist! Andernfalls geraten wir in ein ganz gefährliches Fahrwasser …

        Die Fahrt zur Arbeit ist unvermeidlich, Urlaubsreisen und der Besuch von Fußballspielen gehören in den Freizeitbereich und können daher auch mal vermieden bzw. leichter eingeschränkt werden. Und Großveranstaltungen bergen tatsächlich das größtmögliche Risiko – da hat Martina Lorenz vollkommen Recht!

      • Oliver

        Richtig Gefahren und Risiken für die Gesellschaft müssen abgewogen werden. Werden sie aber nicht. Der Lockdown , obwohl nötig, die Zahlen sind bekannt, hat uns Milliarden Euro gekostet. Wenn das soweit geht, dann sind auch alle sozialen Errungenschaften dahin. Selbst ein Krankenhaus wird nicht mehr zu finanzieren sein. Das muss gut überlegt werden. Denn Fakt ist auch, durch den Lockdown sind mehr Menschen gestorben, als an Corona selbst. Verschobenen OP , Vermehrte Selbstmorde, unbehandelte Herz oder Hirninfarkte. Dazu die komplette Krebsvorsorge die eingestellt wurde. Die Folgen werden in den nächsten Monaten sichtbar. Mein Schwager ist Arzt, ich vertraue ihm, wenn er mir die Fakten und Zahlen nennt.

      • Martina Lorenz

        Hat wenn man Ihren Argumenten folgen sollte…..dann wären ja Brasilien und USA viel besser dran…..nur komisch das uns erst der Lockdown da hin gebracht hat wo wir heutes stehen und übrigens ja ich kenne Leute die heute noch dan den Folgen der Krankheit leiden

      • Oliver

        Nochmals, wenn sie sich nicht mit Fakten auskennen, einfach mal Fresse halten ! 3-4 Tage vor dem grossen Lockdown war der R-Wert bereits unter 1 Die Daten dazu finden sie über all.

      • Martina Lorenz

        Fragt sich blos wer sich hier nicht mit Fakten auskennt….ich würde dann mal besser die Fresss halten……
        https://www.tagesspiegel.de/wissen/der-ueberfluessige-lockdown-ja-der-r-wert-sank-schon-vor-der-kontaktsperre-aber-/25767642.html

      • DM von 1907

        Ohne den ersten Lockdown, der richtig war, aber wegen diverser Ungeduld zwei bis drei Wochen zu früh abgebrochen wurde, hätten wir heute amerikanische Verhältnisse.

        Ein zweiter Lockdown muss unbedingt vermieden werden! Wenn aber die Wirtschaft weiter laufen soll, Schulen und Kindergärten wieder geöffnet werden sollen, was alles für die Infektionszahlen grundsätzlich gefährlich ist, muss es im privaten Bereich kompensatorische Beschränkungen geben: Bei Großveranstaltungen, beim Fußball, beim Urlaub, bei privaten Festen.

        Maskenpflicht und Abstandsregeln sind zwar Einschränkungen der persönlichen Freiheit, aber im Vergleich zum Gewinn für die Gesundheit aller wirklich nur Peanuts.

      • Martina Lorenz

        DM von 1907 Absolut richtig was Sie schreiben! Das ist die Realität

      • Daniel M.

        Die Dichte an Menschen ist aber sehr wohl höher als in einem Fußballstadion mit begrenzter Zuschauerzahl. Diese Logik sollte man schon besitzen, wenn man hier mit Halbwissen um sich wirft.

      • Martina Lorenz

        Das mit dem Halbwissen gebe ich gerne zurück….erstens bestitzen Flugzeuge spezielle Filter und zweitens geht es nicht um die Abstände im Fussballstadion sondern bei der Anreise mit Straßen-oder U Bahn oder bei den Eingängen, wenn dies alles so einfach wäre……

      • Daniel M.

        Die Anreise erfolgt eigenverantwortlich. Genau wie die Fahrt auf Arbeit, zum Einkaufen oder sonst wo hin. Mit Maske und mit Abstand. Ebenso wie die Zuschauer im Stadion. Ganz einfach isses.

    • Torsten

      Jeder flieger hat spezielle filter,die selbst viren und bakterien aus der luft filtern…bissl informieren,dann schreiben.

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