"Zusätzliche Motivation": Springt der MSV Duisburg über den Strich?

Nach zwei Siegen in Serie kann der MSV Duisburg im Westduell beim SC Preußen Münster am Freitagabend zumindest kurzzeitig über den Strich klettern, für Trainer Boris Schommers ist das durchaus eine "zusätzliche Motivation." Der Coach der Zebras weiß aber auch um die momentanen Stärken des Gegners und hofft daher, dass seine Mannschaft zu hundert Prozent abliefern wird. 

Duisburg winkt Sprung aus der Abstiegszone

Nach den Erfolgen beim SC Verl (3:1) und gegen Viktoria Köln (1:0) ist die Stimmung an der Wedau zuletzt deutlich gestiegen, MSV-Coach Boris Schommers sprach auf der Pressekonferenz am Mittwoch sogar von einer gewissen "Euphorie". "Da wächst etwas zusammen, was vielleicht lange Zeit nicht so war", meinte der 45-Jährige mit Blick auf die eigenen Fans, die sich auf den Tribünen wieder als geschlossener Rückhalt für ihr Team präsentierten. Am Freitagabend werden ganze 1.200 Duisburger Anhänger in Münster erwartet, wo die Zebras mit einem Sieg erstmals seit dem ersten Spieltag den Sprung über den Strich schaffen könnten.

"Das ist natürlich für uns eine zusätzliche Motivation", so Schommers, der die Reise in die Domstadt mit einem ordentlichen Kader antreten kann. Bis auf Kolja Pusch, der wegen einer Atemwegsinfektion unter der Woche nicht trainieren konnte, und den vier Langzeitverletzten –  Marvin Bakalorz, Caspar Jander, Pascal Köpke und Chinedu Ekene – sind alle Spieler fit. Auch Santiago Castaneda ist wieder mit dabei, nachdem der 19-jährige Amerikaner seine Gelbsperre abgesessen hat. Niclas Stierlin kehrt nach Muskelfaserriss zurück. Sie sollen nun den Aufwärtstrend des MSV bestätigen, auch wenn der Gegner sicherlich kein einfacher ist.

"Münster ist ein ganz hartes Brett"

"Münster ist ein ganz hartes Brett. Grundsätzlich sind sie, ich will nicht sagen Mannschaft der Stunde, aber sehr gut drauf. Sie haben nur eines der letzten 13 Spiele und keine Partie in 2024 verloren", weiß Schommers und hat die Stärken des kommenden Gegners genau studiert. "Uns erwartet eine starke Mannschaft, mit einer starken Kulisse im Rücken. Die Preußen verfügen über gute Standards und einen eigenen Spielstil." Dennoch glaubt er, aus der Domstadt etwas mitnehmen zu können: "Das ist das Schöne an der 3. Liga: Natürlich gibt es Favoritenrollen und Gegner, die sehr stark sind. Aber du siehst an jedem Spieltag, dass auch eine Überraschung dabei ist."

Damit die Duisburger selbst zu so einer Überraschung werden, müsse seine Mannschaft aber "einhundert Prozent Leistung abrufen", so Schommers. Während sich die letzten beiden Gegner der Duisburger sowieso schon in einer Formkrise befanden, ist das bei Münster nicht so. Der MSV hat allerdings auch viel Selbstvertrauen getankt und wird auch in Münster vor ausverkauftem Haus versuchen daraus Profit zu schlagen. Der Lohn könnte der Sprung aus der Abstiegszone sein – und sei es erst einmal nur für eine Nacht.

   
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