Ziehl legt beim 1. FC Saarbrücken los: Der neue starke Mann

Durchaus überraschend hatte der 1. FC Saarbrücken am Dienstagvormittag die Verpflichtung von Rüdiger Ziehl als neuen Manager der Profiabteilung vermeldet. Bei den Saarländern wird der frühere Trainer des TSV Havelse der neue starke Mann.

Weisungsbefugt gegenüber Luginger und Koschinat

Vier Siege, vier Unentschieden und als einziges Team noch ohne Niederlage: Der Saisonstart des 1. FC Saarbrücken ist geglückt, mit Tabellenplatz drei befinden sich die Saarländer voll auf Kurs Richtung Aufstieg. Dass der Sprung in die 2. Bundesliga gelingt, dazu soll auch Rüdiger Ziehl beitragen. Wie Präsident Hartmut Ostermann am Dienstag erklärte, sei die Verpflichtung des 44-Jährigen der nächste Baustein in der Professionalisierungsstrategie für eine erfolgreiche Zukunft. Trainer Uwe Koschinat soll er darin unterstützen, "unsere sportliche Zielsetzung in einem überschaubaren Zeitrahmen zu erreichen", die aus "sportlicher Sicht dazu notwendigen Maßnahmen" soll er zusammen mit Sportdirektor Jürgen Luginger umsetzen.

Degradiert werden die beiden bisher sportlich Verantwortlichen somit nicht, wobei Ziehl weisungsbefugt gegenüber Luginger und Koschinat sein wird. "Meine Position ist direkt unter dem Präsidenten angesiedelt", wird der gebürtige Zweibrücker in der "Saarbrücker Zeitung" zitiert. Gleichwohl werde er dem Trainer aber nicht reinreden, wer spielen muss, stellte Ziehl klar. Auch sei er nicht gekommen, "um nach vier Spielen, in denen es nicht läuft, X oder Y zu ersetzen. Ich bin niemand, der mit der Axt hier reinkommt". Er habe eine Analyse des Vereins von außen gemacht. "Nun muss ich mir in den kommenden Tagen ein Bild von innen heraus machen." Konkret soll der 44-Jährige sich um alle Themen rund um die erste Mannschaft kümmern – etwa die Kaderplanung, das Scouting sowie die Verzahnung mit dem Nachwuchsleistungszentrum.

Mit Expertise unterstützen

Koschinat kennt Ziehl noch aus Koblenz, wo der heutige FCS-Chefcoach einst Teamkoordinator und Co-Trainer war, während Ziehl als Spieler auf dem Platz stand. "Das ist natürlich ein Vorteil, dass es da eine Verbindung gibt", so der neue Manager. Der Mannschaft stellte er sich am Dienstag bereits vor. "Gut ist, dass der Einstieg nach einem 6:0-Erfolg geschieht. Das macht es natürlich einfacher. Ich habe zur Mannschaft gesagt, es läuft gut, und wir wollen es einfach noch besser machen."

Ein großes Thema werden in den kommenden Monaten natürlich die am Saisonende auslaufenden Verträge – auch die Arbeitspapiere von Koschinat und Luginger enden im nächsten Sommer. "Bei diesen großen Entscheidungen wie Trainer und Sportdirektor wird es natürlich einen Austausch mit dem Präsidium geben." Ziehl wolle mit seiner Expertise unterstützen, um Entscheidungen zu treffen. "Was macht Sinn oder weniger Sinn, oder wo müssen wir auch verjüngen, um den Verein gut aufzustellen?“ Damit es möglichst in dieser Saison in die 2. Bundesliga geht.

 
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