Ziegenbein vor Karriereende: "Mein Fußballerherz blutet"

Trotz monatelanger Reha ist der Schritt unumgänglich: Björn Ziegenbein wird auch zukünftig nicht mehr für Energie Cottbus auf dem Platz stehen und seine Karriere beenden. Der "Lausitzer Rundschau" erklärte der 32-Jährige, warum er sich nun zu dem schmerzhaften Schritt gezwungen sieht und wie er sich die Zeit nach der aktiven Karriere vorstellt.

Das Knie: Kein Profifußball mehr möglich

Die letzten Profistationen Björn Ziegenbeins waren der Hallesche FC und sein aktueller Club Energie Cottbus. Beide Vereine trafen in der vergangenen Woche aufeinander, Ziegenbein war als Zuschauer vor Ort. Der Mittelfeldspieler hätte liebend gerne mit seinen Kollegen auf dem Rasen gestanden. Doch dazu wird es nicht mehr kommen. Ziegenbein muss seine Karriere aufgrund einer schweren Knieverletzung beenden. "Mein Fußballerherz blutet, keine Frage", so der 32-Jährige.

Hinter ihm liegt eine wahre Odyssee. 11 Monate Reha nach einem Knorpelschaden im Knie, tägliches Schuften für das Comeback – vergeblich. Der Körper macht einfach nicht mehr mit. "Ich war noch einmal bei einer Kontrolle beim Arzt", berichtet Ziegenbein. "Und die Wahrscheinlichkeit, dass bei mir ein Invaliditätsverfahren gestartet werden muss, ist sehr hoch."

"Ich blicke nach vorn"

Auch wenn die Entscheidung schmerzt: Ziegenbein hat bereits eine klare Vorstellung von seiner Zukunft ohne den Profifußball. Auf die aktive Karriere soll die Selbstständigkeit als Personal Coach folgen, das entsprechende Studium hat der gebürtige Alzenauer bereits abgeschlossen. Nebenbei lernt er Spanisch. So soll es nach Stationen in München, Rostock, Wiesbaden sowie Halle und Cottbus tatsächlich noch einmal in das Ausland gehen – wenn auch nicht mehr auf den Fußballplatz. "Madrid oder Mallorca werden für mich die ersten Anlaufstationen sein."

 

   
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