Schwarz-Lob für "anderen Fußball aus der kalten Hose"

Bei den Würzburger Kickers herrschte Einigkeit: Für die Mainfranken war das Glas nach dem 1:1 bei Aufsteiger Viktoria Berlin halbvoll. Die Freude über die Verlängerung der Erfolgsserie unter dem neuen Trainer Danny Schwarz auf vier Spiele überwog beim Abstiegskandidaten bei der Rückkehr in den Pflichtspiel-Alltag nach der coronabedingten Zwangspause von drei Wochen eindeutig die Enttäuschung über die verspielte Führung und des gebremsten Zwischenspurts von zuvor zwei Siegen nacheinander.

Vorzeichen getrotzt

"Bei den Vorzeichen für das Spiel sind wir schon in Grübeln gekommen, weil wir uns schon gefragt haben, wie lange hält jeder Einzelne durch. Einige mussten ja aus der kalten Hose spielen, und deswegen haben wir nach einer halbe Stunde, als man gemerkt hat, dass unser Plan nicht länger funktioniert, uns gesagt, dass wir es eben mit einem anderen Fußball als sonst probieren wollen. Das hat die Mannschaft bravourös umgesetzt und sich den Punkt kämpferisch verdient“, begründete Schwarz im Vereins-TV die Zufriedenheit beim Zweitliga-Absteiger mit dem achten Zähler nacheinander.

In der Tat kann den Kickers das mit enormer Einsatzbereitschaft erarbeitete Remis angesichts der widrigen Umstände – einige Spieler waren erst am Mittwoch aus der Quarantäne zurückgekehrt -in den vergangenen Wochen nur Mut für den weiteren Kampf um dem Klassenerhalt machen. "Es sah vielleicht nicht schön aus und war auch sicher fußballerisch nicht unsere beste Leistung, aber so nehmen wir den Punkt gerne mit", betonte Schwarz den letztlich wichtigsten Aspekt des Ergebnisses.

"Positive Dinge mitnehmen"

Torschütze Mirnes Pepic schwankte nach seinem ersten Treffer im Kickers-Trikot (8.) zwar zunächst etwas in seiner Beurteilung, übernahm schließlich aber auch die Sichtweise seines Coaches. "Wir haben leider nicht das 2:0 gemacht und auch nicht unsere Führung verteidigen können. Aber immerhin sind wir weiter ungeschlagen geblieben und können die positiven Dinge mitnehmen", meinte der montenegrinische Mittelfeldspieler.

Zu den erfreulichen Erkenntnissen des Hauptstadt-Trips gehörte besonders die Sicherung des Kontaktes zu den Nichtabstiegsplätzen. Unverändert ist das rettende Ufer für das Schwarz-Team bei nur drei Punkten Rückstand und dem Nachholspiel gegen Eintracht Braunschweig (30. November) in der Hinterhand weiter in Schlagdistanz. Für Pepic ist die Tabellenkonstellation Motivation genug für das Duell am Samstag mit dem Überraschungsteam SV Meppen: "Wenn wir die richtigen Lehren aus dem Spiel ziehen, dann können wir gegen Meppen wieder angreifen."

   
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