Wollitz vor Würzburg: "Das nächste Brett, das wir zu bespielen haben"

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Die Euphorie beim FC Energie Cottbus könnte dieser Tage kaum größer sein. Nach drei Spieltagen grüßen die Lausitzer weiterhin ungeschlagen von der Tabellenspitze. Am Sonntag trifft der Erste auf den Tabellenletzten aus Würzburg. Doch so klar wie die Rollen auf dem Papier vielleicht verteilt scheinen mögen, so sehr warnt Cheftrainer Wollitz vor den unter Druck stehenden Bayern.

"Entwicklung und Wille sind erkennbar"

Das Momentum steht aktuell deutlich auf Seiten des FC Energie Cottbus. Das bewies spätestens das eindrucksvolle Comeback gegen die Spielvereinigung Unterhaching, als man in den letzten fünf Minuten der Partie einen 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 Unentschieden drehen konnte. "Die Entwicklung als auch der Wille sind absolut erkennbar, Publikum und Mannschaft honorieren sich gegenseitig", pries Cottbus-Coach Claus-Dieter Wollitz auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Würzburg am Sonntag den Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Anhängern noch einmal an, "wenn wir dann am Ende auch noch als Nicht-Verlierer vom Platz gehen wie gegen Unterhaching, ist das umso schöner."

Wollitz sieht Cottbus nicht als Favoriten

Mit den noch punktlosen Kickers aus Würzburg erwartet der Fußballlehrer trotz des akuten Fehlstarts ein absolutes "Brett, dass wir zu bespielen haben. Ich erwarte einen Gegner, der noch mehr Druck hat als die anderen Vereine in der Liga, glaube aber nicht, dass der Unterschied zwischen Energie Cottbus und den Würzburger Kickers unbedingt zwischen Platz 1 und Platz 20 liegt." Vielmehr sei der 53-Jährige froh, "wenn man bei der Partie von einem Spiel auf Augenhöhe sprechen könnte. Das würde unsere positive Entwicklung bestätigen." Die derzeitige Tabellensituation sage aber nur wenig über die beiden Kontrahenten aus. "Nur weil wir jetzt Tabellenführer sind, unsere Mannschaft als Favorit und Würzburg als Außenseiter zu bezeichnen, wäre schlicht und ergreifend unpassend", weigert sich Wollitz, die vermeintliche Favoritenrolle anzunehmen.

"Diese Liga ist wahnsinnig verrückt"

"Unser Gegner aus Würzburg ist sicherlich nicht so in die Saison gestartet, wie sie sich das gewünscht hätten und auch vorgenommen haben. Das da nach den Niederlagen am vierten Spieltag nun Druck auf dem Kessel ist, brauch ich niemandem sagen", weiß der Cottbuser Cheftrainer um die Ausgangslage bei den Gastgebern, gibt aber auch gleichzeitig die Zielsetzung für die anstehende Auswärtspartie aus: "Wir wollen natürlich auch am Sonntag punkten und wenn möglich natürlich auch diesen ordentlichen Start veredeln." Dass der Tanz beim Tabellenletzten jedoch kein lockerer Walzer sein wird, ist auch Wollitz bewusst: "Wir starten in jedem Spiel bei Null und wissen, dass wir unfassbar viel investieren müssen, wenn wir uns belohnen wollen. Wir sind auch nicht so blauäugig und glauben, dass uns nichts passieren kann, ganz im Gegenteil. Diese dritte Liga ist schnelllebig und vor allem wahnsinnig verrückt. Du musst in jedem Spiel funktionieren und versuchen, eine gewisse Konstanz zu entwickeln."

Kruse fehlt nach Gelb-Rot-Sperre

Personell kann der FCE-Coach wieder nahezu aus dem Vollen schöpfen und muss lediglich für den gelb-rot gesperrten Tim Kruse adäquaten Ersatz finden. "Dafür haben wir Daniel Stanese und Paul Gehrmann", gibt Wollitz schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Startelf, die er im Grunde gegenüber dem dritten Spieltag nicht groß verändern möchte: "Ich habe von keinem Spieler eine negative Rückmeldung erhalten und dann hat meiner Meinung nach auch jeder Spieler, der am Mittwoch gespielt hat, einen Platz im Kader am Sonntag verdient!" Alles also getreu dem Motto: Never change a winning Team. Mal sehen, mit diesem auch den angeschlagenen Kickers aus Würzburg trotzen können.

 

   

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