Wimmer hadert nach Jahn-Pleite: "Zwei Tore aus dem Nichts"
Der SSV Jahn Regensburg kann sich weiter nicht aus dem Tabellenkeller befreien. Eine frühe Führung und gute Möglichkeiten an der Essener Hafenstraße reichten der Mannschaft von Michael Wimmer nicht zum Punktgewinn. Sorgen machte sich der Cheftrainer anhand der Leistung jedoch nicht.
"Zehn Minuten lang nicht konzentriert"
Im Spielaufbau der Essener spekulierte SSV-Stürmer Eric Hottmann auf den Fehler, sodass die Jahnelf nach 14 Sekunden in Führung ging. Der Startschuss zum Befreiungsschlag? Nein, denn RWE drehte die Partie. "Es waren genau zehn Minuten, in denen wir zwei Tore aus dem Nichts bekommen", ärgerte sich Cheftrainer Michael Wimmer nach Spielschluss bei "MagentaSport". Essen erzielte den Ausgleich schon in der ersten Halbzeit, ehe der besagte Doppelschlag im zweiten Abschnitt folgte. Der Jahn ging leer aus.
"Wir hatten selber Möglichkeiten, um wieder in Führung zu gehen. Aber das gelingt uns nicht. Dann kriegen wir die zwei Tore, weil wir zehn Minuten lang nicht konzentriert waren", führte Wimmer weiter aus. Essen habe schlichtweg seine Qualität gezeigt und das Ergebnis anschließend heruntergespielt. Der Jahn-Coach war trotzdem nicht unzufrieden: "Meine Mannschaft hat nicht aufgegeben, die Mannschaft war wieder da, und wir haben uns das 3:2 auch verdient." Nur änderte der Anschlusstreffer nichts mehr am Endergebnis.
"Wir müssen unser Ding machen"
Mit 28 Punkten bleibt Regensburg auf Platz 14 stecken. Vier Zähler beträgt der Vorsprung vor der Gefahrenzone, aber die Partie an der Essener Hafenstraße lieferte Wimmer wichtige Erkenntnisse. "Wir haben hier, in diesem Stadion mit dieser Atmosphäre, auf Augenhöhe agiert. Mit etwas mehr Glück nehmen wir einen Punkt oder sogar drei Punkte mit. Das muss uns Selbstvertrauen geben", fand der 45-Jährige. Und das führte zur zweiten Schlussfolgerung: "Wir müssen unser Ding machen. Dann brauchen wir auch nicht nach links oder rechts in der Tabelle schauen."
Zum Start in die Rückrunde tut sich die Jahnelf allerdings weiter schwer. Neben dem 1:0-Sieg im Kellerkracher gegen Schweinfurt gab es nur beim torlosen Unentschieden gegen Viktoria Köln einen Punkt. Mit vier Zählern aus fünf Partien steht Regensburg somit auch in der Rückrundentabelle auf Platz 16. Abgesehen von Erzgebirge Aue punkteten alle direkten Konkurrenten der Oberpfälzer bislang besser im neuen Kalenderjahr. Der Jahn kann wiederum am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den SV Wehen Wiesbaden wieder Boden gutmachen.