Wilhelm vor Pokal-Highlight: "In den richtigen Momenten Mut zeigen"

Vor zehn Jahren war der 1. FC Nürnberg schon mal in Köln Höhenberg zur 1. Runde des DFB-Pokals zu Gast. Damals scheiterte Viktoria Köln erst im Elfmeterschießen. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen, bei dem Cheftrainer Marian Wilhelm auf einen Fehler aus dem letzten Jahr hinwies.

"Nicht zur Halbzeit 0:3 hinten liegen"

Der Sportpark Höhenberg hat bereits den einen oder anderen Pokal-Krimi erlebt – mal mit positivem, mal mit negativem Ausgang für Viktoria Köln. Im August 2015 warf die Viktoria als damaliger Regionalligist den Zweitligisten Union Berlin mit 2:1 in der 1. Runde aus dem Turnier. Vor zwei Jahren sorgte Köln erneut für eine Überraschung, als es in der 4. Minute der Nachspielzeit das 3:2 gegen Werder Bremen erzielte und der Bundesligist damit ebenfalls bereits in der 1. Runde ausschied. Dramatisch wurde es auch 2016/17, als der 1. FC Nürnberg zu Gast war. Die Clubberer retteten sich damals erst im Elfmeterschießen mit 7:6 in die zweite Runde.

Zehn Jahre später sind die Franken erneut zu Gast. Dass es wieder spannend und diesmal auch erfolgreich für Köln wird – und nicht wie im vergangenen Jahr gegen den SC Paderborn (1:3) ein deutliches Aus gibt? "Am besten nicht 0:3 zur Halbzeit hinten liegen, das würde helfen", schmunzelte Wilhelm im Mediengespräch vor der Partie. Konkret will er selbstverständlich an das 3:1 in der 3. Liga beim VfB Stuttgart II anknüpfen, aber "in gewissen Bereichen auch noch mal etwas besser und anders auftreten". Die Basis soll weiterhin "die Energie und Konsequenz sein. Das haben wir in vielen Spielphasen letzte Woche sehr gut gemacht." Gleichzeitig werde Nürnberg "uns vielleicht auch noch mal die eine oder andere Aufgabe stellen, auf die sie sich nicht ganz so leicht vorbereiten können". Deshalb sei es wichtig, als Mannschaft disziplinierter aufzutreten und in den Momenten, "die uns das Spiel gibt, auch den nötigen Mut zu zeigen".

Kölner Energie mit Einfluss, "wie dieses Spiel laufen wird"

Damals wie heute kommt Nürnberg als Zweitligist nach Köln. In diesem Jahr trauen viele Experten den Franken in der Liga einiges zu. Mit Miroslav Klose gibt es Kontinuität auf der Trainerbank, dazu bringt der Club mit Julian Justvan, Piet Scobel oder Mohamed Ali Zoma einige Unterschiedsspieler mit. Gerade Letzterer steht derzeit im Fokus. Entsprechend werde man sich "natürlich die Details angucken, die der Gegner einem bietet, da jedes Spiel seine eigene Geschichte mitbringt". Auf der anderen Seite hat aber auch Köln einen entscheidenden Einfluss darauf, wie die Partie verläuft. "Die Energie, die wir ins Spiel investieren, wird ganz viel damit zu tun haben, wie dieses Spiel laufen wird", so Wilhelm.

Sportlich sei die Partie "ein absolutes Highlight", betonte der sportliche Leiter Valentin Schäfer, der natürlich auch auf die Kulisse setzt: "Wenn der Sportpark so voll wird, kann er eine ganz besondere Energie entfachen." Zusätzliche Motivation sieht Schäfer auch im finanziellen Aspekt: "So ein Weiterkommen bedeutet 457.000 Euro. Für einen kleineren Drittligisten ist das relativ viel." Für "die Mannschaft oder das Trainerteam und mich reicht aber der sportliche Anreiz völlig", schob er hinterher.

Trio besonders heiß

Apropos zusätzliche Motivation: Mit Taylan Duman, Niklas Jahn und Noah Maboulou, der aktuell vom FCN ausgeliehen ist, treffen gleich drei Spieler auf ihren Ex- beziehungsweise aktuellen Klub. "Gerade für Niklas, der ein Eigengewächs des Clubs ist, aber auch für die anderen ist es etwas Besonderes, auf den FCN zu treffen. Sie werden daher besonders heiß sein", meinte Wilhelm.

   

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