Wiesbaden geht mit Kauczinski und gleichem Etat in die neue Saison

Wie so oft war der SV Wehen Wiesbaden als einer der Aufstiegsfavoriten in die Saison gegangen. Doch schon seit Ende Februar war klar, dass die Hessen nichts mehr mit dem Rennen um die 2. Bundesliga zu tun haben werden. Im Sommer soll nun der Kader verkleinert werden – und Markus Kauczinski weiterhin Trainer bleiben.

Enttäuschende Saison

Der 52-Jährige war Anfang November als Nachfolger des entlassenen Rüdiger Rehm geholt worden. In 20 Ligaspielen holte Kauczinski im Schnitt 1,35 Punkte, musste zudem zwei Tage nach seinem Amtsantritt das Aus im Landespokal gegen einen Fünftligisten verdauen. Die Erwartungen des ambitionierten Klubs wurden so nicht erfüllt, wichtige Einnahmen durch eine potentielle Teilnahme am DFB-Pokal verpasst. Dennoch soll es keine Änderung an der Seitenlinie geben.

"Die Konstante in unserer Saison war die Inkonstante", ärgert sich SVWW-Geschäftsführer Nico Schäfer gegenüber dem "Wiesbadener Kurier". Das Team fand in der gesamten Saison nie in einen Erfolgslauf. Aus den vergangenen sieben Partien gab es nur zwei Siege, dagegen fünf Niederlagen. Somit war frühzeitig klar, dass die Wiesbadener nicht um den Aufstieg mitspielen würden. Aktuell liegt die Mannschaft 14 Punkte hinter Rang drei.

Etat soll gleich bleiben

Der Blick richtet sich also schon jetzt auf die kommende Saison. Immerhin gibt es Planungssicherheit. Der Etat soll sich "in etwa auf gleichem Niveau wie in dieser Saison einpendeln", betonte Schäfer. Das heißt auch, dass Top-Stürmer Gustaf Nilsson (14 Tore und fünf Vorlagen in 28 Spielen) nicht mit einer üppigen Gehaltssteigerung gelockt und womöglich gehalten werden kann. Stattdessen wird es den Schweden trotz Vertrag bis 2023 wohl zu einem höherklassigen Klub ziehen. "Wir müssen da realistisch sein. Er könnte sogar zwei Klassen höher spielen", so Schäfer. Immerhin winkt eine stattliche Ablösesumme. Die wiederum in den Kader gesteckt werden kann. Da der Kader zudem von 28 auf 25 Spieler verkleinert werden soll, steht mehr Geld für Verstärkungen zur Verfügung. Vielleicht klappt es ja dann mit dem Aufstieg.

   
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