Zwei Toren in drei Minuten: Spätes 1:1 in Karlsruhe

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Zum Auftakt des vierten Spieltages empfing der Karlsruher SC den FC Carl Zeiss Jena: Am Freitagabend lieferten sich die beiden Clubs ein über weite Strecken zerfahrenes Duell, an dessen Ende erneut eine verrückte Schlussphase mit zwei Toren in drei Minuten stand.

Fahrige erste Hälfte mit Vorteilen auf Seiten der Gäste

11.530 Zuschauer strömten an diesem Freitagabend in den Wildpark, um sich die Partie Karlsruher SC gegen den FC Carl Zeiss Jena anzuschauen. Die erste Hälfte bot nur wenige Torchancen, gerade auf Seiten der Hausherren. Den ersten Abschluss verzeichneten die Gäste aus Jena durch René Eckardt, der es aus rund 20 Metern einfach mal per Fernschuss versuchte (2.). Bei dem weit am Tor vorbeifliegenden Versuch musste KSC-Keeper Benjamin Uphoff gar nicht eingreifen – ganz im Gegensatz zur vier Minuten später folgenden Großchance der Gäste: Nach einer unübersichtlichen Szene im Strafraum landete der Ball bei Manfred Starke, der aus zehn Metern voll drauf hielt. Uphoff riss die Arme hoch und blockte den Ball zur Seite – Glanzparade (6.). In der Folge zeigte sich Jena weiter angriffslustig, die erste echte Chance verzeichnete der KSC erst in der 27. Minute: Insgesamt vier Eckstöße innerhalb von zwei Minuten führte der KSC aus, keiner landete im Netz.In der Folge wachten die Hausherren ein wenig auf, das Spiel wurde offener. Dennoch entstand auf beiden Seiten kaum Spielfluss: Torchancen blieben Mangelware – so ging es mit 0:0 in die Pause.

Heiße Schlussphase – Zwei Tore in drei Minuten

Zur zweiten Hälfte wechselte KSC-Trainer Alois Schwartz in der Offensive ordentlich durch: Lorenz und Röser blieben draußen, neu dabei waren Kyoung-rok Choi und Anton Fink. Das machte sich bemerkbar: Nach feinem Pass von Fink war Marvin Pourie plötzlich durch und stand frei vor Jo Coppens (49.). Der Abschluss ging am Tor vorbei – doch der KSC nahm nun das Spielgeschehen in die Hand, Jena fand sich in der Defensive wieder: Erneut war es Pourie, der nach Vorlage von Muslija im Strafraum der Gäste aus aussichtsreicher Position zum Abschluss kam – diesmal flog der Schussversuch über das Tor (60.). Auch Jena blieb gefährlich: Erst ließ Keeper Coppens den heranstürmenden Pourie per Übersteiger ins Leere laufen (62.), dann traf der eingewechselte Dominik Bock auf der anderen Seite aus 16 Metern nur den Pfosten (64.). Zehn Minuten später wurde es erneut gefährlich für die Gastgeber: Einen langen Ball der Karlsruher Defensive schickte Jo Coppens postwendend per langem Abschlag zurück – Uphoff musste sich strecken, um den Ball zu fangen (77.). Es ging in die Schlussphase – und wie schon am Mittwoch fielen die Tore spät: In der 85. Minute trat Jenas Starke zum Freistoß an. Dessen Flanke wurde im Strafraum verlängert, Dominik Bock war zur Stelle: Kopfball, Tor. Die Entscheidung? Nein! Auch auf der Gegenseite klingelte es: Muslija zog ab, Coppens ließ klatschen und Stiefler war da: 88. Minute, Ausgleich für den KSC. Auch die Nachspielzeit bot nochmal Torchancen: Mit einem weiteren Pfostentreffer durch Choi verpasste es der KSC nur um Zentimeter, das Spiel komplett auf den Kopf zu stellen – es blieb beim 1:1.

 

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