Wieder Dritter! FCM kündigt ein heißes Aufstiegsfinale an

Der 1. FC Magdeburg bleibt bis zum Saisonende ein Aufstiegsanwärter – das ist spätestens nach dem 2:1-Erfolg über die SG Sonnenhof Großaspach klar. Während in der ersten Halbzeit einige Anlaufschwierigkeiten auftraten, dominierte der FCM nach der Roten Karte für SG-Torjäger Lucas Röser und schaffte es so, gleich mehrere Konkurrenten vielleicht entscheidend abzuschütteln.

Piotr Cwielong entscheidend beteiligt  

Es war eine Reaktion gefragt auf die zuletzt mäßigen Auftritte, die mit drei sieglosen Ligaspielen einhergegangen waren. Trainer Jens Härtel brachte unter anderem den Polen Piotr Cwielong zum zweiten Mal in dieser Rückrunde von Beginn an aufs Feld, auch Charles Laprevotte durfte sich aufgrund der Sperren von Marius Sowislo und Tobias Schwede beweisen. Und das lohnte sich! Denn nach nur sechs Minuten klingelte es bereits: Julius Düker scheiterte noch an Kevin Broll, über Umwege durfte Cwielong schließlich Christian Beck bedienen und der vollstreckte ganz im Sinne eines eiskalten Torjägers – die Rolle, die er seit Jahren in Magdeburg einnimmt. Dann verflachte die Partie, Großaspach agierte nicht schlechter, aber erspielte sich lange kaum Chancen. Dann aber erhielte Sebastian Schiek den zweiten Ball nach einem Standard und schlenzte das Leder aus über 20 Metern herrlich ins lange rechte Eck, ein schöner Treffer (34.).

Christian Beck hält den Fuß rein

Härtel dürfte bereits an seinem Pausenplan gefeilt haben, als die Partie kurz vor dem Seitenwechsel noch eine entscheidende Wendung erfuhr: Röser, der kurz zuvor noch eine Möglichkeit auf das 2:1 für die Gäste vergeben hatte, trat Cwielong in die Achillessehne – Schiedsrichter Christian Dietz zog die Rote Karte (42.). Eine Entscheidung, die auf den ersten Blick überzogen, beim genaueren Hinschauen aber als vertretbar gewertet werden konnte. Ab diesem Zeitpunkt drückte der FCM, verzeichnete etwa durch Julius Düker frei vor Broll eine große Torchance und belohnte sich für den Sturmlauf schließlich: Dükers verunglückter Schuss landete bei Beck, der den Fuß in die Bahn hielt und so reaktionsschnell das 2:1 besorgte (68.). In Unterzahl hatte Großaspach nicht mehr viel entgegenzusetzen – endlich durften die über 18.000 Anhänger wieder über drei Punkte jubeln.

Die Konkurrenz sortiert sich und wird kleiner

Nach Spielende wussten die Beteiligten sehr wohl, dass der Platzverweis gegen Großaspach an diesem Nachmittag als Dosenöffner gewirkt hatte. "Der hat uns durchaus geholfen“, konstatierte etwa Trainer Härtel auf der Pressekonferenz und stellte fest: "Es wurde einfach mal wieder Zeit, wir waren dran.“ Durch den Erfolg schiebt sich Magdeburg zurück auf den dritten Tabellenplatz und zieht an Jahn Regensburg vorbei – nicht mehr als eine Momentaufnahme, zumal Regensburg als einziges Team im tabellarischen Umkreis eine Auswärtsbegegnung vor der Brust hatte. Wichtigste Erkenntnis ist: Nicht nur Sonnenhof Großaspach, sondern auch der Chemnitzer FC wurden entscheidend distanziert und dürften im Aufstiegskampf keine Rolle mehr spielen. Das Feld dezimiert sich hinter Duisburg auf Holstein Kiel, den FCM, Regensburg und den VfL Osnabrück – und Magdeburg spielt eine gute Rolle. Nachgelegt werden muss nun im Derby beim Halleschen FC, dem zweiten innerhalb von 10 Tagen: Das erste hatte ebenso der Fußballclub im Landespokal mit 3:1 für sich entschieden.

   
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