Werder Bremen II: Der Abstieg ist besiegelt

Nach der 2:4-Niederlage gegen den Carl Zeiss Jena ist der Abstieg des SV Werder Bremen II nun auch rechnerisch beschlossene Sache. Der Rückstand von 12 Punkten ist in den verbleibenden drei Spielen nicht mehr aufzuholen.

244 Tage ohne Sieg: Über die gesamte Saison einfach zu wenig

Mit dem SVW II verabschiedet sich auch die letzte verbliebene Zweitvertretung der Bundesliga in die Regionalliga. Seit die zweite Garde des Vereins von der Weser den Wiederaufstieg aus der Regionalliga schaffte, befand sie sich quasi konstant im Abstiegskampf. Am Ende der jeweiligen Spielzeiten verblieb sie aber trotzdem in der Liga. Nun, im dritten Jahr seit Wiederaufstieg, hat es nicht mehr gereicht.

Die Frage, woran genau es gelegen hat, stellt sich eigentlich kaum – zu deutlich sind die Statistiken: In den letzten 28 Spielen gab es nur einen einzigen Sieg, am 33. Spieltag schlug Werder den VfR Aalen mit 1:0. Das Ende einer historischen Negativserie und gleichzeitig ein Erfolgserlebnis, wie es in dieser Saison viel zu selten vorkam: Obwohl Werder teilweise durchaus gute bis sehr gute Spiele zeigte, schaffte das Team es sowohl unter Trainer Kohfeldt wie auch dessen Nachfolger Oliver Zapel und Sven Hübscher einfach zu selten, den Sack zuzumachen.

Insgesamt ging Werder nur viermal als Sieger vom Platz, dazu kamen 12 Unentschieden. Mit nur 33 geschossenen Toren stellt Werder die zweitschwächste Offensive der Saison, die interne Torschützenliste wird von Routinier Kazior mit acht Toren angeführt. Auch die Defensiv-Statistik liest sich mit 60 Gegentoren alles andere als positiv. Unter dem Strich ergeben diese Zahlen magere 24 Punkte – dass diese Ausbeute nicht reichen würde, um die Klasse zu halten, zeichnete sich schon lange ab.

Der Blick nach vorne

Dementsprechend kommt der Abstieg nun wenig überraschend. Dass er trotzdem bitter bleibt, ist auch klar. Was lässt sich also Positives aus der Situation ziehen? Durch die Deutlichkeit der Tabelle hat die sportliche Leitung schon lange Klarheit über die Situation und es ist davon auszugehen, dass die Verantwortlichen sich ihre Gedanken gemacht haben. Wenn es zur nächsten Saison in der Regionalliga Nord weitergeht, wird das Gesicht der Mannschaft vermutlich ein anderes sein. Ein Beispiel ist etwa Verteidiger Jesper Verlaat, dessen Vertrag im Sommer ausläuft und der Werder Bremen II einem Interview der "Bild" zufolge definitiv verlassen wird. Die Entscheidung im Fall Verlaat steht bereits seit Ende März – weitere Personalentscheidungen sind in naher Zukunft zu erwarten.

   
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