Wer wird Jahn-Coach? Raychouni: "Geht nicht um meine Person"

Die Interimszeit von Munier Raychouni endet beim SSV Jahn Regensburg mit einem 5:2-Sieg gegen den TSV Havelse. Noch ist offen, wer den erfolgreichen Übergangstrainer beerben wird – doch der 39-Jährige wird seinem Nachfolger erste Ansatzpunkte nennen können, denn trotz der fünf Treffer im Heimspiel war Raychouni nicht gänzlich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

"Sind immer wieder geschwommen"

Es dauerte keine 120 Sekunden, da ging die Jahnelf am Samstag auch schon in Führung. Doch Mittelstürmer Eric Hottmann, der die Kugel ansehnlich aus spitzem Winkel in die Maschen jagte, merkte auch, dass danach nicht alles rund lief. Im Gegenteil, denn Regensburg verlor den Faden. "Es ist wichtig, solche Phasen zu verstehen", fand der Torschütze bei "MagentaSport", dass der Jahn seine Lehren daraus ziehen kann. "Wir sind immer wieder geschwommen, aber haben es geschafft, unsere Tore zu machen." Und davon nicht so wenige, denn am Ende waren es fünf Buden für Regensburg.

Interimscoach Munier Raychouni war trotzdem nicht zufrieden. "Wir führen 4:0 und bekommen dann zwei völlig unnötige Gegentore, die uns wieder aus dem Konzept gebracht haben", fand der 39-Jährige. Trotz des komfortablen Vorsprungs im Heimspiel schien das Spiel nach dem zweiten Treffer der Havelser noch einmal spannend zu werden. Das sei etwas, an dem der Jahn arbeiten muss. "Wir sind einfach auch selber wieder Schuld daran", ärgerte sich der 39-Jährige. "Trotzdem sind wir klar geblieben. Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal so viele Tore geschossen haben zu Hause. Natürlich ein wichtiger Sieg für uns."

"Hab da wirklich noch gar nichts gehört"

Die Intensität und die Emotion trotz nahenden Saisonendes hochzuhalten, wird die Aufgabe der Regensburger nach der Länderspielpause sein. Raychouni wird Ansatzpunkte an seinen Nachfolger weitergeben müssen, denn aufgrund der fehlenden Fußballlehrerlizenz endet die Interimszeit des 39-Jährigen. "Ich schaue ganz normal in die Zukunft", zeigte Raychouni seinen Sportsgeist. "Es geht nicht um meine Person, sondern darum, dass wir als Verein weiter voranschreiten und unsere Ziele bestenfalls umsetzen können."

Was der nächste Tag bringen wird, das ließ Raychouni offen. Und auch Hottmann wollte sich überraschen lassen. "Ich hab da wirklich noch gar nichts gehört", beteuerte der Mittelstürmer, der sich auf den Endspurt mit einem neuen Coach freut. "Das kann ganz geil werden, wenn er die Mannschaft schon so formen kann, dass wir vom 1. Spieltag in der neuen Saison von Anfang an da sein können", so Hottmann. Durchaus möglich, dass Raychouni dann wieder seine Finger im Spiel haben wird, denn auch schon unter Michael Wimmer und Andreas Patz agierte der 39-Jährige als Co-Trainer. Ob der neue Mann schon am Samstag im Landespokal-Halbfinale gegen 1860 München oder erst am 4. April gegen Stuttgart II auf der Bank sitzen wird, ist noch offen.

   

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