Wegkamp: Ein Osnabrücker Naturtalent

Zum Anfang der Saison als Bankdrücker mit Chancen auf ein paar Einsatzzeiten in der 3. Liga abgetan, ist die Nummer 13 des VfL Osnabrück, Gerrit Wegkamp, inzwischen zu einer festen Größe in der Mannschaft der Lila-Weißen geworden. Nicht nur beim 2:0-Auswärtssieg gegen Heidenheim am Dienstag konnte der 18-Jährige mit seinen beiden Treffern überzeugen.

Der Erste auf dem Weg zur jungen Mannschaft

Gerrit Wegkamp, seines Zeichens Mittelstürmer, gehörte neben Innenverteidiger Timo Beermann zu einen der ersten Spieler, die Uwe Fuchs aus dem eigenen Nachwuchsbereich in die erste Mannschaft nach oben holte. Damals, am 02. Juni 2011, war noch nicht klar, wie groß der personelle Schnitt beim Zweitligaabsteiger VfL Osnabrück werden wird. Heute wissen wir, dass der Umbruch groß war. Doch anfangs hat sich die Nummer 13 nur wünschen können, überhaupt mal ein paar Minuten in einen der Spiele in der 3. Liga miterleben zu dürfen. Auch da sind wir heute schlauer: Gerrit Wegkamp gehört zu den ganz großen Gewinnern des personellen Umbruchs beim VfL.

Erste Trainingseindrücke: Grandios

Schon in der Vorbereitung auf die neue Saison machte sich Wegkamp, der eigentlich noch ein Jahr bei den A-Junioren hätte spielen können, richtig gut. „Der Gerrit wird spielen – ich weiß nicht, wann und wie oft, aber er wird spielen.“, sagte Trainer Uwe Fuchs damals. Ohne zu wissen, dass er ihn in bisher allen Pflichtspielen einsetzen wird. „Der Junge hat was, keine Frage“, stellte auch Sportdirektor Lothar Gans damals fest.

Ein ehrgeiziger Mensch

In Suddendorf, 70 Kilometer entfernt von seiner "Arbeitsstelle" Osnabrück, lebt Gerrit zusammen mit seiner Familie. Erst vor kurzem schloss er sein Abitur mit einem Schnitt von 1,8 ab – auf dem Weg zum Training und wieder zurück im Zug lernte der ehrgeizige 18-Jährige immer. "Rumsitzen ist nicht so mein Ding", verriet er. Ab Herbst möchte er deswegen auch Wirtschaftswissenschaft studieren. Dann wird er wohl nicht mehr im Zug lernen – denn schon bald möchte er nach Osnabrück ziehen. Ein schwieriges Unterfangen, jeden Tag zum Training zu kommen und so "nebenbei" mal eben ein Studium zu absolvieren – aber ein solch ehrgeiziger Mensch, wie es Gerrit Wegkamp zu sein scheint, schafft auch das.

Feste Größe beim VfL

Nicht nur wegen seiner körperlichen Größe gehört der Rotschopf seit Anfang der Saison zu einer der festen Größen in der jungen VfL-Mannschaft. In zehn Pflichtspielen wurde Wegkamp zehn mal eingesetzt – eine grandiose Bilanz. So etwas hätte er sich anfangs wahrscheinlich nicht erträumen lassen, doch jetzt ist es Gegenwart. Sein Einstand nach Maß: Im DFB-Pokal Spiel gegen 1860 München schoss das Osnabrücker Naturtalent das 1:0 nach 2 Minuten und ließ die Bremer Brücke beben – ein wahrlich tolles Gefühl muss das gewesen sein. In den bisher neun Drittligaspielen schoss Wegkamp zwei Tore – diese beiden Treffer gelangen ihm im Stile eines Top-Torjägers im letzten Spiel am Dienstag beim 2:0-Erfolg beim 1. FC Heidenheim. "Die muss er natürlich machen, er geht schließlich auf die 30 zu", kommentierte Mannschaftskapitän Claus Costa die beiden abgezockten Treffer des erst 18-Jährigen. Aber nicht nur beim VfL Osnabrück ist er eine feste Größe, auch in der deutschen U19-Nationalmannschaft kam Gerrit Wegkamp am 23.08.2011 zu seinem ersten Einsatz – beim 3:0-Erfolg in Estland gelang ihm sogar ein Treffer, der wegen vermeintlicher Abseitsposition aber nicht gewertet wurde.

Weiter so!

Aber all seine bisherigen Erfolge sind ihm noch nicht genug – immer weiter machen, immer weiter an sich selbst arbeiten ist sein Motto. Genau so soll es weiter gehen meint auch liga3-online.de und wünscht dem 18-Jährigen Mittelstürmer weiterhin viel Erfolg beim VfL Osnabrück. Weiter so!

FOTO: Flohre Fotografie

   
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