Wegen Dauerfrost: Lübeck gegen Rostock erneut vor Absage

Weil der Platz im Stadion an der Lohmühle derzeit gefroren ist und der VfB Lübeck aufgrund einer Ausnahmegenehmigung über keine Rasenheizung verfügt, wurde die Partie gegen 1860 München abgesagt. Es ist nach dem Spiel gegen Rostock bereits das zweite Heimspiel des VfB in diesem Jahr, das nicht stattfinden kann. Und auch das für Dienstag angesetzte Nachholspiel steht vor der Absage.

Temperaturen bleiben im Keller

Das Schneeräumen am Mittwoch und Donnerstag hat nichts gebracht: Weil sich auf dem gefrorenen Boden erneut Schnee und Schneeregen angesammelt haben, ist die Oberfläche in Teilen angetaut und an anderen Stellen gefroren. Entsprechend hatte eine DFB-Platzkommission den Rasen am Donnerstagnachmittag für nicht bespielbar erklärt. Und am Zustand des Platzes wird sich in den kommenden Tagen wohl auch nichts ändern.

Nach aktuellen Vorhersagen erreichen die Temperaturen am Freitag und Samstag maximal null Grad, ab Sonntag ist dann Dauerfrost mit Temperaturen bis zu minus sechs Grad angekündigt. Selbst tagsüber soll das Thermometer nicht über minus zwei Grad steigen, zudem sind weitere, zum Teil starke Schneefälle vorhergesagt. Somit deutet nach aktuellem Stand alles darauf hin, dass das Spiel gegen Hansa Rostock am Dienstag zum zweiten Mal abgesagt werden muss, nachdem schon am ursprünglichen Termin aufgrund des gefrorenen Rasens nicht gespielt werden konnte.

Heimrecht-Tausch kein Thema

Und anders als im Januar ist dieses Mal auch ein Tausch des Heimrechts nach Informationen von liga3-online.de kein Thema – aus mehreren Gründen. Zum einen wird auch in Rostock am Wochenende ein Wintereinbruch erwartet, sodass der Platz durch ein Spiel am kommenden Dienstag zusätzlich beansprucht werden würde – zumal Hansa am Freitagabend bereits gegen Verl im Ostseestadion spielt. Zwei Heimspiele innerhalb von fünf Tagen würden dem Geläuf angesichts der vorhergesagten Witterungsbedingungen nicht gut tun.

Zum anderen spielen auch sportliche Gründe eine Rolle: Schließlich würde Hansa gegen Lübeck (Dienstag) und 1860 München (Sonntag) gegen zwei ausgeruhte Teams antreten, da das direkte Duell beider Klubs am Samstag abgesagt wurde – ein Nachteil für die Kogge. Außerdem würde Hansa bei einem Tausch des Heimrechts ausgerechnet das Heimspiel am letzten Spieltag abgeben. Gerade vor dem Hintergrund, dass Ende Mai möglicherweise wieder Fans zugelassen sein könnten, wäre das im Kampf um den Aufstieg ein möglicherweise entscheidender Nachteil.

Neutraler Spielort wurde geprüft

Eine weitere Alternative, die nach Informationen von liga3-online.de in den vergangenen Tagen geprüft worden sein soll, ist die Austragung der Partie in einem neutralen Stadion – so wie es in der letzten Saison beim Spiel zwischen Jena und Chemnitz der Fall war, das in Würzburg stattfand. Allerdings sollen mehrere Klubs abgelehnt haben, sodass auch diese Option wegfällt – zumal im ganzen Norden starke Schneefälle angekündigt sind und ein kurzfristiger Umzug mit organisatorischen und finanziellen Hürden verbunden ist. Zudem besteht anders als in der Endphase der vergangenen Spielzeit derzeit noch kein extremer Zeitdruck. Heißt also: Sollte sich das Wetter nicht doch noch kurzfristig bessern, wird das Spiel am Dienstag mit großer Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden können. Eine endgültige Entscheidung soll am Montag fallen.

   
  • Theo, Berlin

    Diese erteilten Ausnahmegenehmigungen des DFB (hier Verzicht auf die Rasenheizung) sind doch nicht mehr hinnehmbar. Der Spielbetrieb wird damit permanent gefährdet. Hier werden jedes Jahr wieder Vereine zugelassen, die ihr Stadionthema und damit die eigentlichen Auflagen in Sachen 3.Liga, einfach nicht erfüllen. Der DFB sollte jetzt schon mal einen geschärften Blick in Richtung Aufstiegskandidaten der Regionalliga Nordost werfen. Weder Viktoria Berlin, noch Altglienicke oder Lok Leipzig werden ein drittligataugliches Stadion vorweisen können. Augen auf beim Lizensierungsverfahren !!!

    • Friedrich Herschel

      Ist vlt. etwas viel verlangt von Amateurvereinen (das ist die viertklassige Regionalliga) hunderttausende Euro in die Hand zu nehmen um schon im Lizenzierungsverfahren, Monate bevor sportliche Entscheidungen getroffen sind, eine Rasenheizung vorweisen zu können.

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