Platz gefroren: Lübeck gegen 1860 München abgesagt

Wie erwartet kann das Spiel zwischen dem VfB Lübeck und dem TSV 1860 München am Samstag nicht stattfinden. Am Donnerstag stellte eine Platzkommission die Unbespielbarkeit des Rasens im Stadion an der Lohmühle fest, der DFB sagte die Partie daraufhin ab. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Dauerfrost und keine Rasenheizung

Nach anhaltenden Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts ist der Platz derzeit an vielen Stellen hart gefroren und darüber hinaus mit einer Schneeschicht bedeckt. Der Schnee wurde am Mittwoch zwar zwischenzeitlich geräumt, allerdings hatte sich am Donnerstag auf dem gefrorenen Boden erneut Schnee angesammelt. So präsentierte sich das Geläuf in Teilen angetaut und an anderen Stellen gefroren. "Eine erneute Räumung des Platzes erfolgte am Nachmittag, war jedoch aufgrund der Feuchtigkeit nur in Teilbereichen möglich", teilte der Verein mit.

Hinzu kommt, dass das Stadion aufgrund einer Ausnahmegenehmigung derzeit über keine Rasenheizung verfügt und in den kommenden Tagen weitere Schnee- und Regenfälle angesagt sind. Auch die Temperaturen bleiben wohl im Keller, am Samstag sollen sie nicht über null Grad steigen. Da eine Besserung der aktuellen Platzsituation somit nicht in Sicht ist, wurde die Partie abgesagt.

Hansa-Spiel erneut gefährdet

Es ist damit schon das zweite Heimspiel des VfB Lübeck, das in dieser Saison witterungsbedingt nicht stattfinden kann. Bereits die Partie gegen Hansa Rostock am 16. Januar musste aufgrund des gefrorenen Rasens – in Abstimmung beider Vereine – abgesagt werden. Nachgeholt werden soll dieses Duell schon am nächsten Dienstag. Ob es tatsächlich dazu kommen wird, ist allerdings fraglich.

Schließlich sollen die Temperaturen noch weiter fallen und zu Wochenbeginn selbst tagsüber nicht über minus vier Grad steigen. Da dürfte es auch wenig helfen, dass für Samstag neun Sonnenstunden angekündigt sind. Wann eine Entscheidung bezüglich der Partie am Dienstag fällt, ist noch offen. Insgesamt mussten in dieser Saison bereits 28 Partien abgesagt werden – 22 coronabedingt, sechs aufgrund eines unbespielbaren Rasens.

   
  • küstenbube 1965

    Einfach Heimvorteil tauschen Problem gelöst für beide Spiele. 1860 und die Kogge beteiligten sich an den Reisekosten prozentual.

    • Nikita

      Auf keinen Fall tauschen! Das Lübeck-Spiel ist das letzte der Saison, nicht ganz unwahrscheinlich wieder mit Fans. Und das sollen wir zugunsten eines Geisterspiels im Winter abgeben? Das wäre doch Wahnsinn. Ich bin optimistisch, dass wir am letzten Spieltag noch in der Aufstiegsverlosung sind.
      Außerdem: Wir müssen das Spiel sowieso in einer englischen Woche austragen, warum sollten wir so scharf darauf sein, das ausgerechnet vor dem wichtigen Spiel bei 1860 zu tun? Zumal jeder Tag Training mit den Neuzugängen Gold wert ist. Und auch der eine oder andere Verletzte könnte wiederkommen.

      • küstenbube 1965

        Auch wenn es Schade ist wie es Istanbul, aber diese Saison wird definitiv nicht mehr mit Zuschauer ausgetragen werden. Alles andere ist einfach nur Fantasie Denken.

      • Nikita

        Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, dass es Ende Mai wieder Heimpublikum gibt, auf mindestens 50:50. Jetzt schon zu sagen, es sei definitiv so oder so, ist nicht seriös.

      • 60er aus Straubing

        Es wird dieses Jahr kein Publikum mehr geben.
        Dafür sind die Mutationen zu stark. Aber träum ruhig weiter

      • Nikita

        Nanu, der "1860er aus Giesing" hatte mich doch gerade hier für blöd erklärt, weil ich Zuschauer im Mai für möglich halte, jetzt ist der Kommentar wieder verschwunden? Weil ein paar Minuten später der 1860-Sportchef mit dem Vorstoß zitiert wurde, dass man Geimpfte ja wieder ins Stadion lassen kann?

  • JR910

    Vielleicht sollte der DFB mal die Satzung dahingehend ändern, dass bei Unbespielbarkeit des Platzes auf des Gegners Platz gespielt wird.
    Könnte mir vorstellen, dass dann die Vereine wesentlich mehr daran interessiert sind ordentliche Bedingungen zu schaffen.

    • Jo Mendt

      Wer in den Profifußball möchte, muss auch die Anforderungen erfüllen, ohne Ausnahmeregelungen betr. Rasenheizung.

      • Nikita

        Ich finde es OK, dass Vereine eine einjährige Schonfrist haben. Die 3. Liga ist wirtschaftlich hart genug. Angenommen, es geht nach einem Jahr wieder runter, dann muss sich ein Verein für das kurze Abenteuer Profifußball nicht sechstellig (?) für eine Rasenheizung verschuldet haben. Man darf nicht provozieren, dass sich Vereine verschulden, sondern sollte lieber fördern, dass sie genau das nicht tun.

      • Marco Rehmer

        Ein Jahr Schonfrist ist ok. Warum wird aber nicht nach einem ausweichstadionbim den lizenzunterlagen gefragt? Kann man doch alles schon vor der Saison dingfest machen… ‚wo spielt ihr wenn euer NICHT drittliga taugliche Platz es nicht zu lässt?‘
        Und schon hat man nen Plan und nicht so ein wischi waschi

      • Nikita

        Das wäre eine elegante Lösung, allerdings auch eine enorme Herausforderung für die Gestaltung des Spielplans. Dann dürfte die Heimmannschaft des Ausweichstadions ja nie ein Spiel an dem Tag haben, an dem der Aufsteiger angesetzt ist. Hat man ja bei Saarbrücken und dem FSV Frankfurt gesehen. Ausweichstadion war benannt, stand aber nicht zur Verfügung.

      • Jo Mendt

        Ok, das sind schon Probleme, im Fall Lübeck kann der Winter länger dauern.

      • Hohoho

        immerhin hat Lübeck ein Stadion, ist ja schließlich keine Selbstverständlichkeit

      • Eckhard Schulz

        Wann schickst Du den Scheck für die Rasenheizung? Das Stadion ist eines der wenigen vereinseigenen Anlagen

    • Eckhard Schulz

      Wann schickst Du den Scheck für die Rasenheizung? Das Stadion ist eines der wenigen vereinseigenen Anlagen – und von Lübeck nach München, mal eben mit der S-Bahn?

      • JR910

        Guten Morgen Eckhard,
        ich würde aber für die U-Bahn plädieren. die ist Wetter unabhängiger.
        Spaß beiseite.
        Mein Beitrag war kein Affront gegen den VFB.
        Es ging mir allgemein um die Einhaltung der Statuten des DFB.
        Der ist doch derjenige, welcher immer wieder Ausnahmen von ihren Ausnahmen zulässt.
        Wegen Unbespielbarkeit des Platzes haben wir eine Spielabsage bei Victoria Köln.
        Dort ist aber das eine Jahr Schonfrist abgelaufen.
        Hinzu kommen etliche Absagen wegen Corona.
        Es kommen also in solchen Fällen zusätzliche Belastungen (englische Wochen) auf die betroffenen Vereine zu.
        Das solltest du auch mal in Betracht ziehen.
        Bei allen 3 Münchener Vereinen z. Bsp. hat der DFB das städtische Stadion als Heimspielstätte akzeptiert, was für mich ein Unding ist, denn hier sind ebenfalls mal schnell Spielverlegungen vorprogrammiert.
        Andere müssen bei Antragstellung ein eigene Spielstätte nachweisen.
        Komm mir also bitte nicht wieder mit Kosten für die Rasenheizung.
        Jeder Verein weis, was er für Voraussetzungen schaffen muss um in Liga 3 spielen zu dürfen.
        Der KFC ist das beste Beispiel für das was zur Zeit abgeht.
        Kein Stadion, keine Kohle und der DFB schaut dem unsportlichen Verhalten der Vereinsführung zu. Darunter leiden müssen die, die versuchen halbwegs seriös zu arbeiten,
        soweit das in dieser Liga bei den geringeren Zuwendungen überhaupt möglich ist.

      • MSchm

        "Bei allen 3 Münchener Vereinen z. Bsp. hat der DFB das städtische
        Stadion als Heimspielstätte akzeptiert, was für mich ein Unding ist,
        denn hier sind ebenfalls mal schnell Spielverlegungen vorprogrammiert."

        Türkgücü hat als Hauptspielstätte eigentlich Würzburg angegeben.Da hätte der DFB auch sagen müssen,spielt mal da wenn es möglich ist.
        Das Oly hat auch keine Rasenheizung,fällt also im Winter auch flach.
        Weshalb Rot II bei Geisterspielen nicht in ihrem Campus spielen liegt einzig an deren Arroganz und da die ja angeblich schon so lange mit ihren Amateuren im 60er-Stadion spielen.Kann mich aber noch darn erinnern das Rot II in den 90er eher häufiger am Nebenplatz vom Oly gespielt haben.
        Real Madrid spielt auch in ihrem Trainingszentrum

        Jeder Profiverein eine eigene Spielstätte?
        Das brauchts net.reicht eine uneingeschränkt zugängliche Spielstätte.
        Wieviele Erst-und Zweitligavereine haben denn ein eigens Stadion?

      • JR910

        Eigenes Stadion in dem Sinne von eigener Spielstätte, ob nun gepachtet oder wirklich eigenes Stadion ist für mich dabei unerheblich.
        Und wenn Real auf ihrem Trainingsplatz spielt ist es immer noch ihr ,,Eigener".
        Es kann nicht im Sinne des Erfinders sein, dass andere Vereine nach Düsseldorf Duisburg oder in die Grünwalder Straße reisen müssen um auf einem Acker zu spielen. Dann können die gleich bei der Lizenzbeantragung einen Platz in der Feldflur mit frei erfundenen Koordinaten angeben.
        Es gibt auch ehrbare Vereine und Verantwortliche, wie zum Bsp. der SV Rödinghausen. Die waren so realistisch und haben auf einen Aufstieg verzichtet, weil sie finanziell die Auflagen nicht stemmen können.
        Denen gehört meine Hochachtung!

      • AiraMaeda
      • JR910

        Hi Eckard, habe dem Land Schleswig gerade one million für eine Rasenheizung überwiesen.
        Hoffe die leiten das an den VFB weiter. 😅

  • Pingback: Löwen reisen nicht nach Lübeck - Spiel beim VfB ist abgesagt!()

Back to top button