Wegen Coronavirus: 1860 verzichtet auf Händeschütteln

Das Coronavirus erreicht Deutschland und betrifft auch den Profifußball. Zwar hat sich noch kein Spieler mit dem Erreger infiziert, doch die Gefahr bleibt bestehen. Als erster Verein erklärte der TSV 1860 München deshalb, vorerst auf Händeschütteln zu verzichten.

"Das ist vernünftig"

In Heinsberg bei Aachen wurde der erste Fall des Coronavirus in Deutschland festgestellt, der gesamte Ort ist aktuell abgeriegelt. Von dort aus ist München zwar noch weit entfernt, näher dran sind die bayrischen Landeshauptstädter aber am italienischen Mailand – dort wird die Angst vor dem gefährlichen Erreger immer größer. Um der Ansteckungsgefahr entgegenzuwirken, will der TSV 1860 am Samstag vorerst auf Händeschütteln verzichten. "Das ist vernünftig, wir machen das auch innerhalb der Mannschaft. Das ist wie bei einer Grippe. Ich habe keine Lust, dass irgendeiner erkrankt", erklärt Cheftrainer Michael Köllner in der "Bild", dass er die Aktion voll unterstützt.

Spielabsagen in Italien

Auch er selbst werde keine Hände schütteln – auch nicht beim Spiel gegen Chemnitz am Samstag. "Vielleicht verzichten auch die Spieler aufs Shakehands. Ich bin mir sicher, dass demnächst auch unsere Liga reagieren wird und empfiehlt, darauf zu verzichten", vermutet Köllner in Hinblick auf die Verbreitung des Virus. In Italien wurden am vergangenen Wochenende sogar vier Erstliga-Spiele abgesagt. "Wenn sogar schon Serie-A-Spiele abgesagt werden, scheint das alles eine größere Dimension zu haben", blickt Köllner voraus, dem die Sicherheit und Gesundheit obliegt.

   
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