Was aus den Abgängen des SV Meppen geworden ist

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Der große Personalumbruch im Emsland blieb in diesem Sommer aus – und doch musste SVM-Coach Christian Neidhart sich Gedanken machen. Denn Leistungsträger wie Nick Proschwitz, Nico Granatowski und Martin Wagner verließen die Meppener, um ihr Glück woanders zu finden. Wie das geklappt hat, zeigt ein Blick auf den Saisonstart.

Der "Emsland-Messi" ist gegangen

Vorweg: Mit sieben externen Neuzugängen konnte Christian Neidhart seine Mannschaft stabilisieren. Doch was machen Proschwitz, Granatowski und Co. mittlerweile? Die Abgänge der Leistungsträger sind unumstritten und doch war der emotionalste Abschied wohl der von Kapitän Martin Wagner.

Der "Emsland-Messi", der in seiner Karriere in 210 Pflichtspielen für den SV Meppen auf dem Platz stand, schloss sich zur neuen Saison der U23-Mannschaft von Hannover 96 an und stand dort in allen acht Regionalliga-Spielen auf dem Platz – zweimal durfte Wagner die Elf von Ex-Bundesligaspieler und Trainer Christoph Dabrowski als Kapitän anführen. Ein Tor gegen Tabellenführer Wolfsburg war der Dank.

Unterschiedliche Entwicklungen

Für deutlich mehr Tore sorgte im vergangenen Jahr Nick Proschwitz. Der Stürmer traf 14-fach für die Emsländer, sodass Eintracht Braunschweig sogar eine Ablösesumme von angeblich 100.000 Euro auf den Tisch legte, um den 32-Jährigen zu verpflichten. Das Geld sollte gut investiert sein, denn nach anfänglichen Ladehemmungen traf der Stürmer in den letzten Spielen dreimal.

Ähnlich konstant zeigte sich Nico Granatowski in seinen beiden Jahren beim SV Meppen, die im Sommer jäh endeten – der Außenstürmer wechselte zu Zweitliga-Aufsteiger Osnabrück. Im Unterhaus konnte der 28-Jährige jedoch noch nicht Fuß fassen, ein Kurzeinsatz gegen den ebenfalls aus der 3. Liga aufgestiegenen Karlsruher SC ist bislang Granatowskis einziger Leistungsnachweis.

Regionalliga-Abgänge mit Verletzungspech

Dennoch ging es für den Flügelstürmer in einer höherklassige Liga – damit ist er der einzige Abgang, dem dies gelungen ist. Youngster Yannik Nuxoll (Eintracht Norderstedt) und der dreifache serbische Meister Jovan Vidovic (SC Weiche Flensburg 08) sind in die Regionalliga Nord gegangen, bei ihren jeweiligen Klubs etablierten sie sich auf Anhieb als Stammkräfte. Auch Außenverteidiger Patrick Posipal wechselte in den Norden zum VfL Oldenburg, stand dort aber erst einmal zu Saisonbeginn auf dem Feld – eine Muskelverletzung verhinderte bislang weitere Einsätze.

Das Verletzungspech traf auch Leon Demaj, der bei den Sportfreunden Lotte unterkam und seither an einem Innenbandriss im Knie laboriert – am letzten Wochenende saß er dann erstmals auf der Bank. Die Leihspieler Fabian Senninger (Hannover 96, Julian von Haacke (SV Darmstadt 98) und Mirco Born (SV Sandhausen) kehrten jeweils zu ihren Vereinen zurück, spielen dort aber allesamt nicht mehr: Born steht inzwischen für den FSV Frankfurt auf dem Platz, Senninger kuriert weiterhin einen Kreuzbandriss aus. Von Haacke ist derweil noch auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber, Austria Klagenfurt aus der zweiten Spielklasse in Österreich soll zuletzt interessiert gewesen sein.

   
  • Malte Hegeler

    Ihr Doedel! VfB Oldenburg. Nicht VfL.

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