"Waren vogelwild": Meppen-Trainer Frings kritisiert und motiviert

Nach der Pleite in Verl ist der SV Meppen wieder mittendrin im Abstiegskampf. Die Frings-Elf hatte sich bei den Ostwestfalen zunächst von ihrer besseren Seite gezeigt, ehe sie abermals in alte Muster verfiel. Trainer wie Spieler ließen ihrer Unzufriedenheit nach Abpfiff freien Lauf. 

Meppen schlägt sich selbst

Nachdem in Verl der Abpfiff ertönt war, wagte sich René Guder als erster Meppener vor die Mikrofone. Der Offensivmann wurde mit einem für ihn äußerst unansehnlichen Tabellenbild konfrontiert. "Wir wollen da unten eigentlich nicht reinrutschen. Wir versuchen das von Woche zu Woche", gab der Offensivmann bei "MagentaSport" wenig Überraschendes zum Besten. Es folgte das große Aber: "Wenn wir uns selbst schlagen, dann wird es schwer." Genau das war an diesem kalten Samstagnachmittag wieder einmal passiert. Die Meppener hatten im ersten Durchgang eine ansprechende Leistung abgeliefert, um das Spiel nach Wiederanpfiff in kürzester Zeit aus der Hand zu geben.

Der Startpunkt der Misere kann auf die 48. Spielminute festgelegt werden, in der Verls Schikowski auf links ungestört wirbeln durfte und Janjic die folgende Flanke zur Führung einnetzte (48.). Zunächst lieferten die Emsländer noch eine passende Antwort: Guder besorgte postwendend den Ausgleich (50.). Dann jedoch verteilte der SVM weitere Gastgeschenke. Nachdem Bünning in das eigene Tor getroffen hatte (58.), machte Janjic den Deckel auf die Partie (61.). Innerhalb von nur 13 Spielminuten hatte sich Meppen also selbst den Todesstoß verpasst und die eigene Sieglos-Serie auf nunmehr fünf Spiele verlängert. Cheftrainer Torsten Frings konnte seinen Ärger über die Anfangsphase des zweiten Abschnitts kaum verbergen: "Da waren wir vogelwild, da haben wir einfache Stellungsfehler gemacht."

"Sowas darf einfach nicht passieren"

Die Luft für den SVM wird damit wieder dünner, nur zwei mickrige Punkte trennen die Niedersachsen noch vom ersten Abstiegsplatz. Auf diesem rangiert derzeit die SpVgg Unterhaching, die am kommenden Samstag zum Kellerduell nach Meppen reist. Und so gilt es für Torsten Frings, schnell die richtigen Schlüsse aus dem letzten Auftritt zu ziehen. Besonders am fahrigen Abwehrverhalten will der Übungsleiter unter der Woche arbeiten. Denn: "Sowas darf einfach nicht passieren, dass wir da so nachlässig sind." Gleichzeitig dürfe allerdings nicht in Vergessenheit geraten, dass die Mannschaft auch in Verl wieder einige gute Momente kreierte. Auf der Suche nach der Balance sei wichtig, "dass wir einfache Fehler vermeiden, dass wir trotzdem auch an uns glauben."

   
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