Wann platzt der Knoten beim Karlsruher SC?

Vier Punkte nach sechs Spieltagen – so lautet die aktuelle Bilanz beim Karlsruher SC. Der Zweitligaabsteiger wurde vor der Saison von den Trainern der 20 Drittligisten als einer der Top-Favoriten für den Aufstieg gehandelt. Doch die Realität des ehemaligen Bundesligisten sieht derzeit anders aus. Mit nur mageren drei Toren, die alle von Offensivtalent Hakan Chalaongul erzielt worden sind, befindet sich der KSC derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz. Auch wenn die Tabelle zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch keine große Aussagekraft besitzt, zeigt sie aber zumindest eine Tendenz. Gemeinsam mit dem Tabellenletzten Rot-Weiß Erfurt ist man die einzige Mannschaft der 3. Liga, die noch keinen Sieg einfahren konnte.

"Die Jungs machen sich vor dem Tor zu viele Gedanken"

Viel lief beim Team von Trainer Markus Kauzinski bisher noch nicht zusammen. Die komplett neu zusammengestellte Mannschaft wirkt oftmals noch etwas unharmonisch im Spiel. Auch im Absteigerduell gegen Aachen am vergangenen Wochenende stand wieder ein Mal die Null vorne. Unvorstellbar eigentlich, wo der KSC doch eine Woche zuvor gleich vier Treffer im Pokalspiel gegen den Hamburger SV erzielte und somit in die nächste Runde einzog. Doch warum gelingt es den Karlsruher nicht auch in der Liga, den Schalter umzulegen? Wie sich im Spiel zuletzt gegen Aachen oder auch gegen Bielefeld vor zwei Wochen beobachten ließ, arbeitet sich der KSC zwar extrem viele Chancen heraus, doch genutzt werden sie viel zu selten. "Die Jungs machen sich vor dem Tor zu viele Gedanken, übernehmen keine Verantwortung", erklärt der Cheftrainer im "Kicker".

Erster Sieg gegen Dortmund II?

Kapitän Dirk Orlishausen meint: "Es fehlt die Gier und Geilheit. Um ein Tor zu machen, muss man dahin gehen, wo es wehtut!" Genau da werden die Karlsruher nun anpacken müssen, um doch noch in Richtung Aufstieg schauen zu können. Die Tabellenspitze ist derzeit bereits ganze zehn Punkte entfernt. Am morgigen Dienstag gastiert der KSC beim Aufsteiger Borussia Dortmund II, die derzeit den vorletzten Tabellenplatz bekleiden. Gelingt dort nicht der erste Sieg der Saison, wird man den Aufstieg wohl erst Mal aus den Augen verlieren. Die Spieler jedenfalls glauben an den baldigen Wendepunkt: "Wir behalten die Ruhe. Wir glauben daran, dass wir noch etwas schaffen können", wird Gordon im "Kicker" zitiert.

FOTO: Florian Ulrich

   
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