"Wäre unseriös": TSV Havelse plant nicht für die 3. Liga
Wie bereits 2022 ist der TSV Havelse nach dem Aufstieg in die 3. Liga direkt wieder abgestiegen. Nun winkt allerdings der Klassenerhalt am Grünen Tisch, da 1860 München wegen einer Finanzierungslücke von 2,7 Millionen Euro der Zwangsabstieg droht. Dennoch planen die Niedersachsen nicht für die 3. Liga.
Riedel hält sich bedeckt
Erst Wacker Burghausen (2009), dann Werder Bremen II (2011), Darmstadt 98 (2013), der SC Paderborn (2017) und der SV Meppen (2021): Schon fünfmal in der Historie der 3. Liga feierte ein Klub den Klassenerhalt am Grünen Tisch. Wird der TSV Havelse jetzt der sechste? Noch haben sich die Niedersachsen mit diesem Szenario nicht befasst. "Natürlich nehmen wir die öffentliche Berichterstattung wahr. Dennoch wäre es aus unserer Sicht unseriös, die eigenen Planungen auf Grundlage von Spekulationen oder nicht abgeschlossenen Verfahren auszurichten", sagt Sportdirektor Florian Riedel gegenüber der "Neuen Presse".
Der Fokus liege demnach auf der Regionalliga. "Sollte sich nach Abschluss der Lizenzierungsverfahren eine veränderte Ausgangslage ergeben, werden sich die zuständigen Gremien zu gegebener Zeit dazu äußern“, sagt Riedel und bittet um Verständnis, "dass wir uns zu hypothetischen Szenarien im Zusammenhang mit laufenden Lizenzierungsverfahren nicht weiter äußern werden".
Havelse stünde ohne Stadion da
Sollte der TSV Havelse tatsächlich als sechster Klub am Grünen Tisch in der 3. Liga bleiben, stünden die Niedersachsen allerdings vor einem Problem: Da im Eilenriedestadion, in dem die Havelser in der vergangenen Saison ihre Heimspiele ausgetragen haben, die provisorisch errichteten Stahlrohrtribünen bereits nahezu vollständig zurückgebaut sind, hätte der TSV vorerst keine drittligataugliche Spielstätte. Denn bekanntlich ist das heimische Wilhelm-Langrehr-Stadion mit seinen nur 3.500 Plätzen nicht drittligatauglich. Es würde also einiges an Arbeit auf die Verantwortlichen zukommen, wenn der Klassenerhalt durch die Hintertür gelingen würde.