Wacker bestätigt: Kammlott wechselt nach Nordhausen

Noch vor wenigen Tagen kursierte das Gerücht, nun ist es amtlich: Angreifer Carsten Kammlott kehrt dem insolventen Absteiger RW Erfurt den Rücken und schließt sich künftig Regionalliga-Konkurrent FSV Wacker Nordhausen an.

Kammlott: "Keine Planungssicherheit bei RWE"

Sage und schreibe 191 Partien absolvierte der 28-Jährige für die Thüringer, knippste dabei 62-mal und legte weitere 20 Treffer auf. Nun, nach insgesamt rund fünfeinhalb Jahren im rot-weißen Dress der Erfurter, die zwischenzeitlich durch ein Engagement bei RB Leipzig durchbrochen wurden, ist für das Urgestein Schluss.

"Ich hätte innerhalb der Dritten Liga wechseln können, wo ich wesentlich mehr Geld verdient hätte und ich will gleich klarstellen, dass ich bei diesem Wechsel ebenso finanzielle Einbußen mache", beugt der Stürmer auf seinem offiziellen Facebook-Account potenziellen Anschuldigungen enttäuschter Anhänger vor und betont: "Lange genug habe ich davon gesprochen, dass ich gern bleiben würde. Leider ist die Situation bei RWE so undurchsichtig, dass man in Sachen Planungssicherheit keine Aussagen treffen konnte. Bei der Entscheidung ging es nur um meine Familie!"

Stürmer unterschreibt bis 2020 mit Option auf weiteres Jahr

Wacker-Präsident Nico Kleofas hingegen zeigt sich begeistert über seinen prominenten Neuzugang: "Wir freuen uns riesig, dass wir Carsten von unserem Konzept überzeugen konnten und er sich entschieden hat, diesen Weg mit dem FSV Wacker zu gehen", so Kleofas auf der offiziellen Vereinshomepage der Nordthüringer. Beim diesjährigen Tabellenzweiten der Regionalliga Nordost erhält Kammlott ein Arbeitspapier bis 2020 mit Option auf ein weiteres Jahr. Bei RW-Erfurt besaß der Torjäger noch einen Kontrakt bis 2022, wäre man nicht insolvenzbedingt in die Viertklassigkeit abgerutscht.

Seitdem sehen Spieler, Mitarbeiter und Fans einer noch ungewissen Zukunft im Steigerwald entgegen. "Ich habe RWE vieles zu verdanken und werde nie vergessen, wie alles angefangen hat. Danke für alles, RWE", sucht Kammlott abschließend nach versöhnlichen Worten für die Anhänger des Drittligaabsteigers.

   
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