"Vussball in Rheinkultur": Sehenswerte Doku über die Viktoria

In einer neuen sehenswerten Youtube-Doku gewährt Viktoria Köln einen Einblick hinter die Kulissen. Für "Vussball in Rheinkultur" hat sich der Verein rund um das Pokalspiel gegen Bayern München im vergangenen Herbst vom Hamburger Filmteam "5More Minutes" begleiten lassen und zeigt sich als heimatverbunden und sozial engagiert. 

DNA und die Geschichte des Vereins

Mit 0:5 unterliegt Viktoria Köln Ende August dem FC Bayern München in der ersten Runde des DFB-Pokals im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion, dennoch steht Cheftrainer Olaf Janßen unmittelbar nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen im Spielerkreis und spendet seinem Team begeistert Applaus: "Darauf bin ich stolz, dass ihr heute unsere Farben und unsere DNA so präsentiert habt. Geil, danke Männer!"

Mit dieser Szene beginnt die gut 40-minütige Dokumentation "Vussball in Rheinkultur" über die Viktoria, die rund um das Pokalspiel aufgenommen wurde und nicht nur einen Blick hinter die Kulissen der Höhenberger gewährt, sondern auch die angesprochene DNA und die Geschichte des Vereins aufzeigt, der es in den vergangenen Jahren nicht gerade leicht hatte. Denn als Klub von der "Schäl Sick" – der "falschen" Rheinseite, wie man in Köln zum rechtsrheinischen Ufer sagt – hat die Viktoria kein leichtes Standing innerhalb Kölns und musste sich nach Jahren im Amateurfußball selbst im eigenen Stadtviertel erst wieder zurück in die Herzen der Menschen spielen. Hinzu kommt die stadtinterne Konkurrenz mit dem 1. FC Köln und der Fortuna.

Viele Einblicke und Wortbeiträge zum Vereinsleben

"Der Verein war nach Außen hin nicht immer der sympathischste Verein in Köln in den letzten Jahren, aber befindet sich jetzt in einem extremen Wandel und gewinnt an Sympathie", sagt so beispielsweise der Mannschaftskapitän und gebürtige Kölner Marcel Risse, der zuvor auch schon für die Geißbock-Elf in der Bundesliga auf Torejagd ging und nun selbst für ein besseres Image der Viktoria mit anpackt. In der Dokumentation lässt er sich dabei begleiten, wie er bei einem sozialen Projekt Menschen mit Behinderung in einem Café den Kuchen serviert und mit ihnen Hühner füttert. "Auch wir haben eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und auch unserer Region. Wir können nicht immer nur erzählen, sondern wir müssen es am Ende auch leben", so Viktorias Sportvorstand Franz Wunderlich.

Überhaupt ist der Verein aus dem Stadtteil Höhenberg sehr verbunden mit der Region, davon zeugt auch die Kaderpolitik. Die Viktoria legt Wert auf eine vernünftige Nachwuchsförderung und hat im aktuellen Kader viele selbst ausgebildete Spieler stehen. Vielleicht auch deshalb beschreiben alle Protagonisten in der Dokumentation den Verein als familiär. Sei es der Vorsitzende des Ältestenrats, der Trainer, die Spieler oder die Zeugwärtin, die Wunderlich ein Käsebrot macht und nebenbei berichtet, wie sie dem einen oder anderen Spieler sogar beim Umzug geholfen hat. So bekommen die Zuschauer einen guten Eindruck von dem Verein, der nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch in der 3. Liga inzwischen angekommen ist.

Hier die Doku:

   
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