Vorstands-Verträge laufen aus: Hansa unter Zugzwang

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Am heutigen Freitag kommt der Aufsichtsrat von Hansa Rostock zusammen, um über die Verlängerung der zum Jahresende auslaufenden Vorstands-Verträge zu beratschlagen. Nachdem die nötigen Entscheidungen mehrfach vertagt wurden, ist der Aufsichtsrat nun unter Zugzwang.

Elgeti wirft Aufsichtsrat Vereinsschädigung vor

Ohne diese drei liefe im Tagesgeschäft des F.C. Hansa Rostock nicht sonderlich viel zusammen: Vorsitzender Robert Marien, Finanzvorstand Christian Hüneberg und Sportchef Martin Pieckenhagen leiten zurzeit die Geschicke beim FCH und bilden gleichzeitig das Vorstands-Trio. Doch sie alle besitzen lediglich Verträge bis zum Ende dieses Jahres. Für eine Verlängerung der Kontrakte ist der Aufsichtsrat zuständig, dieser verschob die Entscheidung auf einer Sitzung Ende August jedoch abermals. Aufsichtsratsvorsitzender Günter Fett: "Es ist ja auch noch Zeit."

Die Frage ist nur, ob auch noch ausreichend Zeit ist. Der FCH-Vorstand möchte schon seit Längerem Klarheit, laut einem "Bild"-Bericht tauschten sich Marien und Hüneberg bereits mit möglichen neuen Arbeitgebern aus. Die Vorgehensweise des Aufsichtsrats stößt indes auch anderen bedeutenden Personen im Hansa Umfeld übel auf. Investor Rolf Elgeti: "Diese Art und Weise des Nicht-Entscheidens über so wichtige Verträge erscheint mir grob fahrlässig und beschädigt den Verein auf ganz vielen Ebenen und die handelnden Personen natürlich auch."

Geht der komplette Vorstand?

Sollten sich Hüneberg und Marien angesichts der Hängepartie tatsächlich für einen Abschied von Hansa entscheiden, stünde zwangsläufig auch der Verbleib von Martin Pieckenhagen auf der Kippe, der eng mit beiden zusammenarbeitet. "Eigentlich hätte man allerspätestens mit Abpfiff des letzten Spiels der alten Saison reden müssen", so Elgeti weiter. "Ich sage damit nicht, dass man die Verträge verlängern muss – aber man muss einen Plan haben, was man will, Entscheidungen treffen und auch aussprechen."

   

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