Vor 60. Ostderby: Hansa Rostock plagen Personalsorgen

Wenn sich am achten Spieltag der 3. Liga am Samstag (14 Uhr) der F.C. Hansa Rostock und der Hallesche FC gegenüberstehen, treffen beide Clubs bereits zum 60. Mal im traditionsreichen Ostderby aufeinander. Die Bilanz der Hanseaten gegen die direkten Tabellennachbarn kann sich durchaus sehen lassen: die einzige Niederlage zu Hause kassierten sie vor vierzig Jahren (1:2), die letzte Auswärtsniederlage hingegen datiert aus der vergangenen Saison (3:4). Zwischen 10.000 und 12.000 Zuschauer erwarten die Gastgeber zu dieser Partie (davon etwa 1.000 Anhänger aus Halle). Die Hanseaten, die mit einem 2:0-Auswärtserfolg in Mainz in diese Partie gehen, plagen indes Personalsorgen.

Hansa mit Personalnöten

Neben den Langzeitverletzten Shervin Radjabali-Fardi, Tommy Gruppe (beide Kreuzbandriss) und Manfred Starke (Bänderriss) stehen Chefcoach Peter Vollmann auch nicht Denis-Danso Weidlich (Knöchelverletzung) und Max Christiansen (U19-Auswahl) zur Verfügung. Der Einsatz von Mittelfeldspieler Julian Jakobs ist ebenso fraglich, wie der von Marcel Ziemer. Während Jakobs das Mittwochtraining wegen einer Oberschenkelzerrung abbrechen musste, plagte Hansas bester Torschütze (fünf Treffer) ein schwerer Bluterguss auf dem Spann. Die letzte Trainingseinheit am Freitag vor dem Ligaspiel wird entscheiden, ob der 29-Jährige zum Einsatz kommt. „Die Chancen liegen bei fünfzig zu fünfzig“, so Peter Vollmann. Ein Einsatz in der Start-Elf von Stürmer Mustafa Kucukovic, der gerade von einem Muskelfaserriss wiedergenesen ist, kommt für Vollmann allerdings zu früh: „Er hat zwar die komplette Woche mittrainiert, ist aber noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.“

Vollmann: „Wir können auch gegen Halle siegen.“

Trotz der Personalnöte geht Vollmann davon aus, „dass auch wir elf gute Leute auf dem Platz haben werden“ und gibt sich optimistisch: „In der 3. Liga kann jeder jeden schlagen. Wir können auch gegen Halle unter bestimmten Umständen einen Sieg einfahren.“ Gleichzeitig warnt er vor einem Lauf ins offene Messer und eines Rückstandes, reist mit dem HFC doch das zweitbeste Auswärtsteam (zwei Siege, ein Unentschieden) der Liga an die Ostseeküste. „Das würde Halle von der Taktik her nur noch mehr in die Karten spielen. Uns wird ein Geduldsspiel erwarten, in dem wir die nötige Ruhe bewahren müssen“, sagte Vollmann und hofft, dass die Serie von dreizehn sieglosen Partien im heimischen Stadion, sein Team nicht blockiert. „Die Spieler haben nach den letzten Ergebnissen im eigenen Stadion natürlich kein super Gefühl, aber die Situation ist trotzdem nicht aussichtslos. Es kann viel funktionieren.“ Die Hallenser werden die Reise an die Ostsee mit prominenten Verstärkungen antreten. Unmittelbar vor Transferschluss verpflichteten sie neben Ex-Nationalspieler Marco Engelhardt auch Florian Krebs vom VfL Osnabrück. Peter Vollmann ist gewarnt: „Florian Krebs ist mit seinen 1,94m ein sehr guter Kopfballspieler und auch ein Engelhardt hat seine Qualitäten.“ Ein Wiedersehen mit dem Ex-Hanseaten Björn Ziegenbein und dem ehemaligen U17-Spieler der Rostocker Toni Lindenhahn wird es indes nicht geben. Während Lindenhahn mit einem Kreuzbandriss vermutlich bis Ende des Jahres pausieren muss, plagt Ziegenbein ein Knorpelschaden im Knie.

FOTO: Sebastian Ahrens / rostock-fotos.de

 

   

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