Viteritti im Interview: "Die Euphorie ist immer noch riesig"

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© imago/Schroedter

Im Interview mit liga3-online.de spricht Fabio Viteritti vom FC Energie Cottbus über den 3:0-Auftakterfolg gegen Hansa Rostock, Ziele mit dem FC Energie, das kommende Spiel beim SV Wehen Wiesbaden, seinen Titelfavoriten und er erklärt, warum für Cottbus besonders die ersten Saisonwochen wichtig sind.

"Das ist schon grandios"

liga3-online.de: Zum Saisonauftakt gab es ein 3:0 gegen den FC Hansa Rostock. Mit einem so deutlichen Erfolg gegen einen Aufstiegsanwärter hatten Sie nicht unbedingt gerechnet, oder Herr Viteritti?

Fabio Viteritti: Absolut nicht. Wir glauben zwar an unsere Stärken und hatten natürlich auf einen Auftaktsieg gehofft. Aber dass wir dann so ein Spiel gegen einen so hochkarätigen Gegner wie Rostock abliefern, ist schon grandios.

Mit einem Doppelpack waren Sie der Spieler des Spiels. Ein perfekter Saisonstart?

Ja, das kann man sagen. Mit dem Elfmeter direkt am Anfang ging die Partie optimal für uns los. Und auch im weiteren Verlauf des Spiels haben wir nicht nachgelassen und uns den Sieg verdient – auch, wenn wir in einigen Situationen etwas Glück hatten. Rostock hätte auf jeden Fall auch ein Tor verdient gehabt.

In der letzten Saison erzielten Sie 13 Tore in der Regionalliga Nordost. Haben Sie sich in Ihrer ersten Drittliga-Spielzeit mehr Treffer vorgenommen?

Es wäre sicher klasse, wenn ich meine Torausbeute noch einmal verbessern könnte. Das ist aber kein konkretes Ziel von mir. Das einzige Ziel ist, mit der Mannschaft erfolgreich zu sein und die Klasse zu halten.

Es wird also ausschließlich der Nichtabstieg angepeilt?

Richtig, daran ändert sich auch nach dem Sieg gegen Rostock nichts. Wir haben ein junges, unerfahrenes Team, in dem nur wenige Spieler schon einmal in der 3. Liga oder höher am Ball waren. Wie auch für viele andere, ist es mein erstes Jahr in der 3. Liga und wir müssen die neue Spielklasse erst einmal kennenlernen. Über mehr als den Klassenverbleib brauchen wir also gar nicht erst zu reden.

 

"Profitieren von einer eingespielten Mannschaft"

Am Sonntag geht es mit der Partie beim SV Wehen Wiesbaden weiter. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Sehr stark. Auch Wehen Wiesbaden ist eine Mannschaft, die ich zu den Aufstiegskandidaten zähle. Uns erwartet erneut eine schwierige Aufgabe. Wenn wir es aber schaffen, an unsere Leistung gegen Rostock anzuknüpfen, können wir wieder für eine Überraschung sorgen.

Mit einem weiteren Sieg könnte sich der FC Energie oben festbeißen!

Das stimmt. Wir profitieren aktuell davon, dass wir im Gegensatz zu anderen Drittligisten eine eingespielte Mannschaft sind, in der es kaum Fluktuation gab. Wir kennen unsere Stärken, Schwächen und Laufwege fast in- und auswendig. Außerdem ist die Euphorie nach der Meisterschaft, dem Aufstieg und dem Landespokalsieg bei uns im Team und bei den Fans immer noch riesig. Wir müssen daher versuchen, vor allem in den ersten Wochen so viele Punkte wie möglich zu holen. Irgendwann wird es dann auch Rückschläge geben, damit müssen wir rechnen.

Die 3. Liga wird von vielen Spielern und Trainern als sehr ausgeglichen und spannend bezeichnet. Wenn Sie sich festlegen müssten: Wer wird am Ende ganz oben stehen?

Top-Favoriten sind meiner Meinung nach Eintracht Braunschweig, der TSV 1860 München und der Karlsruher SC. Von den drei Teams die besten Karten hat Braunschweig. Die Eintracht hat wahnsinnig viel Qualität im Kader und will nach dem überraschenden Abstieg unbedingt direkt wieder hoch.

 

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